17. Was ist mit Gamma?

Aktualisiert: Feb 13


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 17


von Günter Chetano Lau



Die Erforschung unseres Gehirns scheint noch einige Überraschungen für uns bereit zu halten. Überraschungen, die sich der wissenschaftlich-logischen Herangehensweise (noch?) entziehen, wie z.B. die Erforschung unserer Emotionen.


Auch die Analyse der vollen Funktion unserer Gehirnwellen ist sicher noch nicht abgeschlossen und bietet weiteren Raum für Forschungen. Besonders faszinierend sind die Untersuchungen von Anna Wise und Maxwell Cade, die uns einen ersten Blick auf die zu erwartenden Möglichkeiten bieten.


Sie erklären, zumindest zu einem Teil, das, was wir herausgefunden haben. Aber unsere Forschung zeigt auch auf, dass das noch nicht die volle „Wahrheit“ ist und uns noch viel mehr erwartet.


Beginnen wir mit einem etwas anderen Überblick über die Gehirnwellen aus dem Blickwinkel von Wise und Cade. Gemäß ihrer langjährigen Erforschung der EEGs unzähliger Probanden aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten zeigen sich noch andere Funktionalitäten, als sie in Artikel 16 beschrieben wurden.



Übergeordnete Bedeutung der Gehirnwellenzustände*


Betawellen (38 - 15 Hz) sind die Hirnwellen des normalen Wachbewusstseins, der nach außen gerichteten Aufmerksamkeit, des logischen, prüfenden und bewussten Denkens. Die hohen Frequenzen des Betaspektrums werden besonders beobachtet bei innerer Unruhe, Angst, Stress und wenn unser innerer Kommentator oder Kritiker aktiv ist. Sie unterscheiden sich von den niederfrequenten Betawellen des Awakened Mind, dessen Denken klar, wach, aufmerksam und kreativ ist.


Alphawellen (14 - 8 Hz) treten in gelöster, entspannter Grundhaltung, beim Tagträumen und Visualisieren auf (wobei hier alle Sinnesqualitäten gemeint sind; manche Menschen können z.B. Geruchs- oder Tastempfindungen wesentlich intensiver »visualisieren« als innere Bilder). Alphawellen sind das Tor zur Meditation, sie sind als Brücke notwendig, damit Informationen aus dem Theta-Bereich in unser Wachbewusstsein gelangen können. Wenn wir so tief meditieren, dass wir nur noch Theta- und Deltawellen, aber keine Alphawellen mehr produzieren, werden wir uns an die Inhalte der Meditation nicht erinnern können. Alpha ist deshalb besonders in Kombination mit anderen Hirnwellen bedeutsam.

Theta (7 - 4 Hz) sind die Wellen des Unterbewussten. Sie kommen besonders im Traum (REM-Schlaf), in der Meditation, bei Gipfelerfahrungen und während kreativer Zustände vor. Im Theta-Bereich finden sich unsere unbewussten oder unterdrückten seelischen Anteile, aber auch unsere Kreativität und Spiritualität. Bilder aus dem Theta-Bereich sind oft weniger farbig, manchmal bläulich getönt, vermitteln uns aber meist ein tieferes Gefühl von persönlicher Bedeutung als die lebendigen, bunten Bilder der Alphawellen. Thetawellen allein bleiben unbewusst; erst wenn auch Alphawellen dazukommen, können wir ihre Inhalte bewusst wahrnehmen oder erinnern.

Deltawellen (3 - 0,5 Hz) sind die Hirnwellen mit der niedrigsten Frequenz und stellen den unbewussten Bereich dar. Im traumlosen Tiefschlaf, dem erholsamen Teil des Schlafes, produzieren wir ausschließlich Deltawellen. Sie kommen aber auch in Kombination mit anderen Hirnwellen vor. Dann entsprechen sie einer intuitiven Aufmerksamkeit, einer Art Radar, einer Einfühlung in Situationen oder andere Menschen. Oft verfügen Menschen aus helfenden Berufen über hohe Anteile an Delta, ebenso Menschen mit traumatischen Erfahrungen, die in einem Zustand ständiger Wachsamkeit leben.


Du wirst festgestellt haben, dass ich die beiden Begriffe des »Unbewussten« und des »Unterbewusstseins« – da sie sehr nahe beieinander liegen – häufig synonym verwende. Beide Bereiche sind uns normalerweise eben nicht bewusst, und sie sind auch nicht so bewusstseinsnah wie eine Telefonnummer, an die wir uns normalerweise erinnern, die uns aber gerade nicht einfällt. Man könnte beide Begriffe aber auch so unterscheiden, dass mit dem »Unterbewusstsein« der nicht bewusste Bereich der eigenen Persönlichkeit gemeint ist (Theta) und das »Unbewusste« über uns hinausgeht und auch das »kollektive Unbewusste« (nach C. G. Jung) und transpersonale Aspekte einschließt (Delta).


Bewusste Menschen, wie z.B. Schamanen, sind gemäß russischer EEG-Untersuchungen in der Lage, ihre Gehirnwellen zu beeinflussen, örtlich zu konzentrieren und diese dergestalt auszusenden, dass sie bei ihren Probanden an der gleichen Stelle im Gehirn konzentriert ankommen (s. Film „Unterwegs in die nächste Dimension“). Solches löst dann in irgendeiner Form physische Reaktionen aus, die zu einer Heilung führen. Es ist zu vermuten, dass dabei Neurotransmitter eine gewichtige Rolle spielen, die potenziell durch die Gehirnwellenmuster zur Ausschüttung gebracht werden.