11. Ganzheitliche Lernstruktur - ganz natürlich

Aktualisiert: Jan 12


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 11


von Aurora Mollenhauer und Günter Chetano Lau



Die natürliche Entwicklung menschlicher Bildung findet in 4 Phasen statt und ist klar strukturiert. In jeder Phase ist sie auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet und nutzt dabei bestimmte menschliche Vorgehensweisen mit einem Input (I) und einem Output (O). Schulische Bildung hat in diesem Zusammenhang auch zukünftig einen Platz, wenn sie sich den natürlichen Abläufen und den gesellschaftlichen Erfordernissen verpflichtet.



"Ich bin immer noch ein Kind, das nicht erwachsen geworden ist. Ich frage mich noch immer "wie" und "warum" und gelegentlich finde ich eine Antwort darauf." <Steven Hawking>


Wir wissen, heute könnte dem Manne geholfen werden. Nicht in Bezug auf sein Kind-geblieben-sein - das finden wir eine seltene, lobenswerte Resistenz angesichts der unbewussten Vernichtung des Natürlich-Kind-seins in vielen schulischen Bildungseinrichtungen. Anders sieht es aus bezüglich des "gelegentlich". Wir könnten ihm zeigen, "wie " und sogar "warum" das bewusst und ständig geht. Und warum es dabei grundsätzlich um das Wiederfinden wahrer Selbstbestimmtheit geht.


Dr. Jacqueline Hübner Gojowy postuliert die Gegebenheiten für das neue Lernen ab 2021 so: "Die Jahrhunderte von staatlichem Bildungsmonopol haben im Kollektivgedächtnis den Eindruck hinterlassen, dass selbstbestimmtes Lernen und das lebendige Erforschen von Wissensfeldern kaum ohne die vorgegebenen Strukturen, Lehrpläne und abschlussbasierte Zielorientierung denkbar sei.


Dennoch fordert vor allem die seit dem Jahr 2000 geborene neue Generation eine enorme Flexibilität und Durchdringungstiefe bei Themen, die in den alten Schulen nur selten Platz haben.


Natürlicherweise haben sich konsequenterweise vielerorts Familien und Gruppen in Begleitung des eigenen Nachwuchses mit der Bildungsvielfalt beschäftigt. Neben der Klarheit bezüglich der rechtlichen Gegebenheiten und dem ernsthaft durchlebten eigenen Nachreifen, ist es nun an der Zeit, den Spannungsbogen für Bildung als Reifeprozess in den ersten 21 Lebensjahren deutlich zu erkennen und zu kommunizieren. ...


Für das Konzept BILDUNG’21 sind folgende Prämissen essentiell:

  • Das Leben eines Menschen beginnt mit der Zeugung des materiellen Körpers.

  • Alle Impulse für Reife- und Lernprozesse zeigen sich von innen.

  • Im gesunden Individuum sind die Lösungen für alle Herausforderungen im Leben und die jeweiligen Reifeschritte bereits angelegt.

  • Der haltgebende Rahmen für geduldiges Beobachten und offenes Schauen, für überraschtes Staunen, Erinnern und heilsames Nachreifen dient sowohl den Bildungsbegleitern als auch den Schützlingen im Lernalltag.

  • Das Kollektivgedächtnis und die Schwarmintelligenz ersetzen den Lehrplan.

  • Die natURfairBUNDene Begleitung der heranwachsenden jungen Menschen beinhaltet den Fokus auf die wesensindividuellen Bedürfnisse und Interessen.

  • Selbstbestimmte Bildung meint „vom höheren Selbst bestimmt“ und ist auch als „der Führung der inneren Stimme folgend“ zu beschreiben.

  • Das Abenteuer LERNEN umfasst das Erkunden des eigenen Körpers und des Umfeldes, das Gewahrwerden der individuellen Emotionalität inklusive der Reaktionen in Gruppensituationen sowie den bewussten Einsatz der logischen Fähigkeiten, das intuitive Forschen auf wechselnden Fachgebieten und das Teilen der auf Erfahrung und Reflektion beruhenden eigenen Erkenntnisse.

  • Jeder Mensch formt auf individuellen Reifewegen sein Bild von der Welt.

  • Kernkompetenzen, Wissensgebiete und Lerninhalte werden individuell unterschiedlich tiefgründig und zeitlich heterogen durchforscht

  • Das Meistern von Kultur- und Kernkompetenzen erfolgt jeweils im passenden Kontext.

  • Die gesamte Kindheit und Jugend bildet in akzentuierten Reifephasen eine Vorbereitung auf das spätere Wirken - wobei das WIRken sofort stattfindet.

  • Entsprechend der inneren Ent-wicklung unterstützen soziale Kontakte und das praktische mitEINander mit Gleichgesinnten die soft skills wie Mitgefühl, Teamgeist, Respekt von Bedürfnissen, Willensstärke und komplexes Denken.

  • Die Freiwilligkeit und der Umgang mit eigenen Entscheidungen inklusive dem fortschreitenden Übernehmen der Konsequenzen für das individuelle Tun und Handeln schenken jedem Menschen das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

  • Die HOLIVERSAL® Bildungswelt freut sich über die Vielfalt der Wege.

  • Staatliche Schulabschlüsse spielen in der Zukunft eine weitaus geringere Rolle.

  • Nach 21 Jahren (ab der Zeugung) ist jeder derart achtsam begleitete Mensch in der Lage, seiner Berufung entsprechend in der Gesellschaft sinnerfüllt zu wirken, seine entfalteten Talente in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und in EiGENfairAntWORTung für sich und seine Familie zu sorgen.

  • Durch das menschenwürdige Reifen ohne Zwang, Übergriffigkeit und vielen anderen Konditionierungen, wachsen die jungen Menschen friedvoll und aufgeklärt, kommunikationsstark, offenherzig, wissensdurstig und mit wundervollem Forschergeist sowie Entdeckerfreude und Lebenslust auf.

<Dr. Jacqueline Hübner Gojowy, BILDUNG'21 - HOLIVERSAL® Bildungswelt - Prämissen und Lerninhalte selbstbestimmter Bildungswege>


Die ursprüngliche Gesamtheit des Lernens, wie in obigem Bild dargestellt, ist vollkommen natürlich und wird von Kindern (K), mit Einstieg in die erste Phase, gewöhnlich in dieser Weise selbstbestimmt praktiziert, wenn sie in ihrem natürlichen Verhalten gelassen werden. Alle eigenständig lernenden Kinder bewegen sich in einer natürlichen Spirale von Phase 1 bis Phase 4 und von Lern-Generation zu Lern-Generation.


Heutige schulisch gebildete Erwachsene (E) jedoch haben als Kinder die Phase 1und 2 meist unbefriedigend durchlaufen und bewegen sich hauptsächlich in Phase 3 oder Phase 4. Unvollkommen auch deswegen, weil sie sich im Gegensatz zu natürlich lernenden Kindern, meistens im Beta-Zustand befinden. Ihr Startpunkt liegt gewöhnlich in Phase 4, da sie logischerweise auf ihren Broterwerb ausgerichtet sind und sein müssen (Anmerkung: An dieser Stelle zeigt sich, welche Bedeutung die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen hat). Nur bei Hobbys und Aufgaben, die sie stark faszinieren, bewegen sie sich manchmal in Phase 1 oder 3.


Erwachsene, insbesondere Eltern, Erzieher und Lehrer sind, wenn sie optimal für das natürliche und damit effektive Lernen des Kindes Verantwortung tragen wollen, dazu aufgefordert, den Weg der natürlichen Bildung rückwärts zu durchlaufen und neu und vollständig zu lernen. Tun sie das, können sie ihre Kinder aber auch andere Erwachsene als #Anleiter, #Lernassistent oder #Counselor wirksam durch das allgegenwärtige und immerwährend stattfindende Lernen begleiten. Aber nicht nur das, auch in ihren anderen Tätigkeiten werden sie bewusster, effektiver und ausgeglichener.


Besonders unnatürlich wird es aber, wenn sich eine Phase widersinnig aufbläht und herauslöst aus dieser Spirale. Wenn ich strikt natürlich lerne, also weitgehend in Phase 1 bleibe, kann es mir passieren, dass ich gemeinschaftliche/gesellschaftliche Erfordernisse übersehe. Die heutige, wissenschaftlich orientierte, schulische Bildung dagegen übersieht gleich zwei andere natürliche Erfordernisse, nämlich den vollkommen natürlichen Lernwillen der Kinder und glaubt, ihn durch Druck erzwingen zu müssen, und die natürlichen Erfordernisse der Gemeinschaft/Gesellschaft.


Gesellschaftliche Erfordernisse sind schon allein dadurch gegeben, dass Mensch eben nicht allein, als Singularität lebt (selbst dann hätte er zumindest das äussere Erfordernis des Überlebens) und durch eine arbeitsteilige Gesellschaft profitiert. Die daraus erwachsenden gesellschaftlichen Erfordernisse (Bedürfnisse der Gesellschaft, nicht des Einzelnen, richten sich also an ein Individuum als Teil der Gesellschaft (z.B. #Schwarm-Gruppe) und dürfen ihm zumuten und auch zutrauen, dass es ein Ergebnis erbringt, das die Erwartungen erfüllt und damit die Erfordernisse befriedigt.


Richtig verstanden kann auch das, genauso wie Verstehen wollen, Kopieren wollen von Älteren und Themen durchdringen wollen, eine starke Triebfeder für das Lernen sein. Altruismus, der sich auf das Wohl der Gemeinschaft ausrichtet, ist dafür ein gutes Beispiel.


Welche Bedeutung haben Theta- und Delta-Gehirnwellen in den Lernphasen?


Heutige Erwachsene befinden sich hauptsächlich im Beta-Wellenbereich und in Phase 4, wo sie allenfalls im Traum oder in Geistesblitzen mit Theta und noch seltener mit Delta in Berührung kommen. Entsprechend dürftig sind die Ergebnisse, verglichen mit den Möglichkeiten, die wir aus Theta und Delta erhalten.


Wichtig: IMMER beginnt ALLES mit einer FRAGE!


Kinder dagegen sind, außer bei der Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse, in den ersten Lebensjahren fast ausschließlich in Theta zuhause. Wenn sie in ihrer natürlichen Entwicklung belassen werden, benutzen sie auch weiterhin Theta zu ihrer Wissenakquise und Entwicklung, daher ihre sprichwörtliche Unschuld und das, was wir "altklug" nennen. Delta kommt vermutlich erst in der späteren Entwicklung dazu (hierzu ist noch weitere Forschung erforderlich).


In Phase 1 benutzen Kinder Theta, um Wissen aus der Quanten Cloud und der Earth Cloud downzuloaden, und in Phase 2, um Wissen und Fähigkeiten aus den Social Clouds bzw. aus der Earth Cloud zu akquirieren. In der dritten Phase werden Theta und Delta benutzt, alle Clouds bedarfsgerecht kombiniert abgerufen und eventuell auch Visionen empfangen, während in der 4. Phase das akquirierte Wissen und die entwickelten Fähigkeiten (entsprechend ihrer Berufung) mit Hilfe der Klarheit aus Gamma in die reale Beta-Welt übersetzt und und gemäß der dortigen Erfordernisse eingebracht werden.


Die emotionsgestützte Erfahrung von Wissen und Fähigkeiten sorgt für die wichtige Nachhaltigkeit. Wenn die Kinder sich dann auch noch im Sinne der 7(+1)-Regel mit ihren angeborenen Rollen (eine der 7) in die Gemeinschaft der Lernenden einbringen können, sind optimale Potenzialentfaltung, Effizienz und Nachhaltigkeit gewährleistet. Sie können damit leicht, gezielt und ganz natürlich ihrer Bestimmung, ihrem "göttlichen, inneren Lernplan", folgen.


Wenn also Kinder diese Rollen aufgrund ihrer Entwicklung einnehmen dürfen, eröffnet sich für sie eine weitere Möglichkeit, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten noch einmal weiter vertiefen und noch nachhaltiger werden lassen: Durch die Weitergabe ("Übergabe") an andere bzw. durch die Einnahme der Rolle eines Lernassistenten.


Lassen wir Dr. Hübner Gojowy noch einmal zu Wort kommen:


"Unser Grundfairständnis beruht auf der Klarheit, dass es für nachhaltiges Leben während der Reifeprozesse der ersten 21 Jahre vor allem darauf ankommt, sich selbst kennen, lieben und wertschätzen zu lernen. Wer sich selbst als wirksames Wesen in der Gemeinschaft wahrnimmt, fühlt sich innerlich stark und entfaltet kontinuierlich neue Ideen, Projekte und Talente.


In diesen Prozessen geht es um das Erleben der Tiefgründigkeit unseres Daseins. Wer sich intensiv mit einem Thema seines Interesses beschäftigt, der gelangt an immer mehr Klarheit und ganzheitlichem Annehmen der Natur der Dinge. Dies wiederum ist mit entsprechender Übung auf vielfältige Bereiche des Lebens übertragbar. Im HOLIVERSAL® Kontext und der Bildungsbegleitung gelingt die Durchdringung von Einzelaspekten bis in feinste Nuancen mit der Geduld des Umfeldes. Die forschenden jungen Menschen erleben die Befriedigung eines Wissenschaftlers und bilden sich ihr ganz eigenes Bild von der Welt."


Das obige Bild beschreibt die neuen "Schulfächer" oder Lernfelder, die Kinder zur ganzheitlichen Reifung heranziehen können. Das bedeutet jedoch nicht einfach nur: Wir ändern jetzt die Lehrpläne - und Leistungsdruck und Benotung bleiben bestehen, - sondern das ist der Katalog, aus dem sich jedes Kind/jede Lerngruppe ihre individuellen Lerninhalte, Lernziele und Lerntiefe selbst wählen kann. Davon unabhängig können auch noch andere Lernfelder individuell ausgewählt werden sowie interessante neue, unbekannte Lernfelder auftauchen, und neue gesellschaftliche Erfordernisse entstehen, die zu erfüllen sind.


Das Universum bietet unendliche Möglichkeiten.



© Jonathan.Academy, 2020


Fortsetzung - Teil 12



Literatur:

Dr. Jacqueline Hübner Gojowy, BILDUNG'21 - HOLIVERSAL® Bildungswelt - Prämissen und Lerninhalte selbstbestimmter Bildungswege (Holiversal.com, Blog "Bildung", 09.11.2020)

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