15. Welche #Bedürfnisse existieren wirklich?

Aktualisiert: Jan 14


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 15


von Günter Chetano Lau

Ist das „Bedürfnis-Pyramiden-Modell“ nach Maslow der Weisheit letzter Schluss oder gibt es, mehr, als unsere Logik uns bisher sagt?


Welche Bedürfnisse des Menschen sind relevant für ihn? Welche Bedürfnisse hat eine Lern- bzw. Fach-Lerngruppe? Welche Bedürfnisse hat eine Schwarm-Gruppe? Welche gesellschaftlichen Erfordernisse sind relevant für die Bedürfnisse der Menschen? Wie müssen sich wirklich dienende (nützliche) Unternehmen/Organisationen ausrichten? Fragen über Fragen.



Die wirklich entscheidende Frage ist zunächst: Wenn wir alles wieder aus dem Blickwinkel Natürlichkeit betrachten, aus dem Blickwinkel des natürlichen Menschen und seinem Planeten, was muss renaturiert werden bzw. neu strukturiert werden?


Maslow erforschte und erkannte die menschlichen physischen und psychischen Bedürfnisse (Beta-Ebene), aber auch schon mit Ausblick auf seine geistigen Bedürfnisse (höhere Ebenen) wie Selbstverwirklichung und letztendlich Transzendenz.


Maslow definierte also, was jeder Mensch zum Überleben und zum Leben braucht. Aber ist das Alles? Ist das die letztendliche tiefe „Wahrheit“? Und was ist diese Transzendenz?


Wenn wir uns die Bedürfnis-Pyramide nach Maslow ansehen, dann hat sie sieben Ebenen, beginnt im Basis-Irdischen und wird nach oben immer geistiger. Das spiegelt sich unter anderer Betrachtung wider. Mit Hilfe der Wahrnehmung aus den höheren Gehirnwellen-Ebenen wissen wir inzwischen, dass wir nicht nur 5 irdische Sinne besitzen, sondern auch noch einen „6. Sinn“ – gefühlte Wahrnehmung – und einen „7. Sinn“ – geistige Wahrnehmung - haben.



Und wieder diese „Sieben“!


Natürlich stehen uns als Mensch alle Sinne zur Verfügung. Aber gibt es in diesem Zusammenhang eventuell auch eine Spezialisierung? Die „Sieben“ ließ die Vermutung zu, dass die sieben Sinne mit dem Prinzip der 7(+1) zu tun haben.


Die Zuordnung der höchsten Sinne war einfach:


1. Der #Initiator weiß, dass alles immer im Sinne des „göttlichen Plans“ geschieht. Er erkennt mit seiner vorrangig ausgeprägten geistigen Wahrnehmung, seinem 7. Sinn, den jetzt zu schöpfenden Teil des „göttlichen Plans“ und downloadet ihn in Form des „ICH WEISS!“. Aber er kann das nicht perfekt „übersetzen“. Sein offener Geist überträgt deswegen das Gefühl für diese neue Schöpfung, das gefühlte Paket, an den #Visionär und inspiriert ihn damit.


2. Die ausgeprägte gefühlte Wahrnehmung des #Visionärs „weiß“, welche Päckchen aus dem ganzen Paket in welcher Reihenfolge jetzt nach und nach herauszuziehen sind und „übersetzt“ deren immense Datenmenge in „begreifbare“ sensorische Symbolsprache (wissenschaftlich: „Sensorische Nichtsprachliche Kommunikation“, SNK, <Günter Chetano Lau>). Dadurch „entrollt“ sich eine #Vision, die „Blaupause“, die nun für alle erkennbar und umsetzbar wird.


Die sinnergebende Verteilung der restlichen 5 Sinne auf die #Archetypen gestaltete sich nicht ganz so einfach, aber teilweise half hier der „Volksmund“ weiter.


3. Natürlich versteht auch der #Planer „SNK“ und kann die #Vision deswegen „lesen“. Aber welchen Sinn verwendet er hauptsächlich? Wissenschaftlich gesehen ist der Tastsinn unser feinster (genauester) und größter (über die ganze Haut verteilter) Sinn. Es erscheint also logisch, dass der #Planer die #Vision genau „abtastet“ und daraus den #Detailplan entstehen lassen kann.


4. Bei dem Bericht des #Planers über den #Detailplan muss der #Entscheider gut „hinhören“ können, damit er die „Flöhe husten hört“ und seine Entscheidung klar treffen kann: „Darum geht es und DAS machen wir!“ Er „hört“ also aus dem #Detailplan die Aufgabenstellung heraus, erkennt die notwendige Strategie und weiß welche „Mittel“ dafür benötigt werden.


5. Der #Dirigent besitzt den “Weitblick“, um zu sehen, wer an welcher Stelle der Aufgabenstellung wie optimal eingesetzt werden sollte und stellt ihm die dafür erforderlichen „Mittel“ zur Verfügung. Damit stattet er den #Wegbereiter aus.


6. Der #Wegbereiter muss nun den unbekannten „Weg“ in das unbekannte „Neuland“ mit den bereitgestellten Ressourcen finden. Dabei hilft ihm, dass er ihn förmlich „riechen“ kann. Dieser bei ihm ausgeprägte Sinn führt ihn optimal und ermöglicht ihm, seinen Teil der Aufgabe zu erledigen.


7. Der #Vollender braucht nun den Geschmackssinn, denn seine Aufgabe ist es, den #Detailplan optimal „anzurichten“. Er kocht und würzt die „Suppe“, die allen „schmecken“ soll, wenn alles umgesetzt ist, auf geniale und wissende Weise nach seinem „Geschmack“.



„Wahre“ Bedürfnisse


Aus dieser Betrachtung heraus leiten sich die „wahren“, übergeordneten Bedürfnisse gemäß den einzelnen Umsetzungsebenen ab.


Zusammenfassend kann gesagt werden: Mensch will im Leben für sein Handeln

  • den „göttlichen Plan“ erfassen,

  • die #Vision fühlen und inspiriert davon werden,

  • den Plan in all seinen Details kennenlernen,

  • eine „saubere“, klare Entscheidung treffen können über die Machbarkeit,

  • über die notwendigen Ressourcen verfügen können,

  • den optimalen Weg finden und

  • die Aufgabe zum Wohle aller umsetzen

und das immer und immer wieder in einer endlosen Spirale bis zu seinem Tod. Wenn das gelingt, empfindet er Glückseligkeit – zusammen mit seinen Weggefährten – und die Gemeinschaft erlebt sein Leben als gelungen.


Das lässt nun wieder einen tieferen Blick auf den Ablauf des Lernens und seiner Umsetzung in die Welt zu. Zurzeit mögen wir den ersten Teil immer weniger in seiner schulischen Umsetzung. Den letzten Teil nennen wir gewöhnlich „Arbeit“, und empfinden sie regelmäßig als mühsam und schwer.


Aber stellen wir uns doch einmal unsere Arbeit (und das Lernen als „Arbeit“ der Kinder) unter den obigen Voraussetzungen vor. Wie würden wir sie dann erleben und würden wir sie dann noch als „Arbeit“ empfinden – selbst als „einfacher Arbeiter“ oder als „Putzfrau“?


Ich weiß noch genau, wie ich in einem Ashram für einige Zeit zu Gast war und bei der morgendlichen Verteilung der Gemeinschafts-Aufgaben mit wachsendem Vergnügen jedes Mal die anscheinend nicht so beliebte Reinigung der Toiletten übernommen habe. Von allen Aufgaben, die zu verteilen war, war diese die optimale Aufgabe für mich.


Ich konnte sie allein, in meiner Zeit, mit allen Ressourcen ausgestattet und mit zunehmender Routine immer rascher und perfekter erledigen. Das erfüllte mich mit immer größerer Freude, genauso wie die offensichtliche Dankbarkeit der Anderen, die diese Aufgabe nicht mochten. Es ist, für manche vielleicht erstaunlich, die gleiche Freude, die ich jetzt, beim Schreiben dieses Artikels empfinde. Den ich gern für Euch schreibe, weil ich weiß, dass er euch von Nutzen ist.



Eltern und Kinder


Aber ist es auch das, was Eltern sich für ihre Kinder als „Bestes“ wünschen? Wie definiert sich dieses Beste mehr als in einem einfachen Satz: „Es soll ihnen gut gehen im Leben!“ (besser als uns vielleicht auch noch). Dann kommt meist noch: „Sie sollen glücklich sein und gesund und beschützt sein!“ Gute „Bildung“ ist vielen auch noch wichtig und ein guter und sicherer „Job“.


Eine reflektierte Mutter (ohne Kenntnis der neuen Bildungswege) antwortete auf diese Frage: Ihre persönlichen Ziele seien,

  • dass die Eltern mit sich selbst ins Reine kommen, um die Bedürfnisse des Kindes vollumfänglich zu erkennen und darauf reagieren zu können,

  • dass Eltern dem Kind die Freiheit geben, sich selbst voll zu entfalten, also, sich ohne Stopps seinen Fähigkeiten gemäß zu entwickeln,

  • dass Eltern das Kind im Erkennen stärken, was für es selbst richtig (und falsch) ist,

  • dass das Kind in der Quintessenz erfasst haben sollte, wer es ist, was es kann, was es möchte und wo es im Leben hin möchte,

  • dass Eltern eine Haltung einnehmen, aus der heraus sie dem Kind sein Leben zutrauen und zumuten können und es damit gleichzeitig fördern und (heraus)fordern, und

  • dass Eltern als wichtigste Voraussetzung darauf vertrauen, dass ihr Kind mit allem geboren wurde, was es für das Leben braucht.

Hier ist es wieder; Die wichtigste Zutat zu allem ist Vertrauen!


Ich selbst denke, für Kinder ist in der Tiefe letztendlich auch nichts Anderes wichtig als das, was bereits in der obigen Fragestellung gefunden wurde.


Was noch zusätzlich? Menschen, die den o.g. Weg dank ihrer wissenden, fördernden und lassenden Eltern finden, werden aus sich heraus

  • die Umwelt achten und in deren Nutzung nicht zerstören,

  • eine liebevolle Gemeinschaft pflegen,

  • ihre Angehörigen lieben und achten,

  • für ihre Gesundheit sorgen,

  • eins sein mit sich und der Schöpfung und

  • das Beste für ihre Kinder organisieren so wie diese es brauchen


Herausforderungen


Es gibt jedoch ein ABER an dieser Stelle. Kinder brauchen nicht nur das oben Genannte. Zum Beispiel nicht nur Schutz, sondern auch Abenteuer. Andere Abenteuer als Streit und Hass, als Mobbing und irriger Größenwahn, als Zerstörung und Internet und auch als schulische und berufliche Prüfungen.


Sie brauchen Freiheit, auch Gefahr, um sich zu beweisen - sich sich selbst zu beweisen. Geeignete Initiationsriten waren seit Menschengedenken ein Mittel der Wahl. Wenn wir ihnen das nicht bieten, werden sie sich selbst andere Dinge suchen, die sie herausfordern.


Bieten wir ihnen also so viel wie möglich positiv anzusehende, altruistische Herausforderungen. Kinder sind ja per se altruistisch.


Eine solche Herausforderung sind Projekte und Initiativen, die sie begeistern und die sie fordern. Und eine Gemeinschaft, in der sie von Anfang an teilhaben, mitbestimmen und mitgestaltend. Da Solches ohnehin Teil unserer aller Ziele ist, sollten insbesondere die Kinder darin Aufgaben finden. Auch, weil es ihre Zukunft ist, die sie gestalten.


Sie brauchen vor allem, dass sie ihre in ihnen wohnende Genialität, ihre Einzigartigkeit, ihre Berufung leben können - ihren höchstmöglichen Ausdruck, wie es die Möwe Jonathan sagt. Das gilt aber nicht nur für die Kinder unter uns.



Der Ausgleich


Noch so etwas wie ein ABER. In Bezug darauf, dass etwas ausgeglichen ist, sind wir äußerst feinfühlig. Das hat etwas damit zu tun, dass wir nicht nur emotionale und sexuelle Wesen sind, sondern auch „energetische“ Wesen. Und im Universum gilt als eine Regel, dass energetisch nichts unausgeglichen bleibt.


Zwei unterschiedliche Energiepotentiale wie zwei unterschiedlich aufgeladene Luftschichten entladen sich an ihrer Grenze mit elektrischen Entladungen, Blitzen, und gleichen damit ihre unterschiedlichen Potentiale aus.


In einem künstlich geschaffenen System wie einer Batterie können wir den Prozess sehr gut beobachten. Verbindet man die beiden Pole mit einem Kabel, geschieht beim Verbinden ein Kurzschluss mit Blitzen beim Berühren und eine Schnellentladung der Batterie. „Moderiert“ man diese Verbindung aber durch einen „Verbraucher“ geschieht diese Entladung sanft.


Das lässt sich adäquat auch im menschlichen Verhalten beobachten, auch wenn es sich hier nicht im eigentlichen Sinne um physikalische Vorgänge handelt. Ein Gefühl wie Liebe fließt für gewöhnlich sanft zwischen zwei Menschen, Wut dagegen kann sich ausbruchsartig entladen und in günstigen Fällen zu Demonst­ratio­nen und Beschimpfungen und in ungünstigen zu Totschlag, Mord und Krieg führen.


Ausgleichende Gerechtigkeit ist im menschlichen System ebenfalls ein hohes Gut und führte zu so natürlichen Entwicklungen wie Tings, bei denen weise Alte entschieden, wie Gerechtigkeit erzeugt werden konnte, und zu der irritierenden heutigen Gerichtsbarkeit, die häufig eben nicht gerecht ausgleicht.


Selbst mit GOTT können wir unausgeglichen sein, weil er uns vermeintlich im Stich gelassen hat oder uns etwas vermeintlich schuldig geblieben ist. Dann hadern wir mit ihm. Die dann gefühlte Trennung von IHM ist sogar die tiefste Ursache von psychischem und physischem Unwohlsein bis hin zu schweren Erkrankungen. In ihrer neueren Höllendefinition haben die Jesuiten dies sogar als (selbstgeschaffene) Hölle bezeichnet.


Noch ein letztes Beispiel dafür, dass auf Ausgleich gut geachtet werden muss, weil er ein tief verwurzeltes Bedürfnis ist, egal ob ich mir über dieses Bedürfnis bewusst oder unbewusst bin: Wenn wir euch also unsere Erkenntnisse in Schulungen oder Seminaren weitergeben, dann müssen wir von Euch einen passenden (Energie-)Ausgleich verlangen. Tun wir das nicht, dann erzeugen wir ein Ungleichgewicht.


Das führt in jedem Fall dazu, dass ihr (möglicherweise unbewusst) böse werdet. Entweder, weil ihr fühlt, dass der verlangte Preis zu niedrig war und ihr uns etwas schuldig geblieben seid, oder weil ihr fühlt, dass wir euch noch etwas schuldig sind, weil die Qualität des Seminars in euren Augen nicht dem angesetzten Preis entsprach. Im besten Fall ist der von uns verlangte Preis nur etwas zu niedrig, denn dann werdet ihr uns das ausgleichen wollen und uns dankbar weiterempfehlen.


Die optimale Form des Ausgleichs ist heute Geld, weil es sich sehr genau dosieren lässt und unseren Bedürfnissen am Besten entspricht. Mein Vermieter z.B. kann mit den vielen Hühnern und dem Gemüse, die ich ihm zum Ausgleich der Miete anbiete nichts anfangen. Aber in Einzelfällen, wo das Geld fehlt, können wir auch mit anderen geeigneten Ausgleichsformen weiterkommen.


Auf Ausgleich zu achten, ist ein wichtiges Thema.



#Systeme


Nicht nur Eltern sind dazu aufgerufen, sich selbst und ihre Kinder in ihrer Entwicklung in o.g. Weise zu lassen und zu fördern.


1. Es braucht auch „Organisationen 2.0“ und „Unternehmen 2.0“, schlicht #Systeme, die den Menschen dienen und nicht umgekehrt (so wie heutzutage).


Für diese #Systeme gilt insgesamt das oben gesagte und der bereits im Artikel 10 erwähnte „Kodex“ des “Würdigens, Dienens, Behütens und Erschaffens”. Eine Vernetzung und ein freier Wissens- und Fähigkeitsaustausch sind zum gegenseitigen Nutzen zukünftig unumgänglich. Konkurrenz wird es allenfalls in spielerischer Form geben – viel eher gegenseitige „Befruchtung“. Auf diese Weise kann das Silicon Valley³ sukzessive entstehen.


Falls es in #Systemen jenseits der 7(+1)-Gruppen und der #Ältestenräte eine weitere, flache, informelle Organisation notwendig sein sollte, dann bietet sich die soziokratische Kreis-Organisation an. Diese Organisationsform sieht vor, dass die Realisierung und Implementierung der getroffenen "Entscheide" an die einzelnen "Kreise", #Netzwerke oder #Schwarm-Gruppen weitergegeben werden, die wiederum innerhalb ihres Zirkels nach dem Konsent-Prinzip bzw. 7(+1)-Prinzip agieren. Anders als bei hierarchischen Strukturen, sieht der soziokratische Ansatz vor, dass es keine Top-Down Entscheidungen gibt.


2. Welche Bedürfnisse hat eine #Lern- bzw. #Fach-(Lern)Gruppe? Eine solche Gruppe ist im Grunde genommen eine „Spielgruppe“. Sie spielt das Leben nach oder voraus, aber sie lebt in der Regel nicht das Leben selbst. Sie erforscht das Leben, indem sie es „auseinandernimmt“ in seine Einzelteile („Was ist …?“) und wieder neu und anders zusammensetzt.


Und dadurch entwickelt und erneuert sie das Leben auf diesem Planeten, wenn sie ihre Forschung anschließend weitergibt, sozusagen als Muster oder Modell für die „Realität“ - für die sich fortsetzende Schöpfung der Welt. Aber erst in der Umsetzung in der Welt wird ihr Vorausgehen zur neuen Schöpfung. Aber in der Vernetzung mit den Organisationen und Unternehmen leisten sie einen noch wesentlicheren Beitrag als bisher. Sie sind die #Vorausgeher.


Ihre allgemeinen Bedürfnisse sind bereits im Abschnitt „Eltern und Kinder“ definiert. Sie brauchen dazu aber auch geeignete (naturverbundene) Räumlichkeiten und gegebenenfalls auch Vernetzung und Archive.


3. Welche Bedürfnisse hat eine #Schwarm-Gruppe? Die #Schwarm-Gruppe ist die kleinste Einheit für das Leben. Sie setzt die Muster und Modelle in das Leben um bzw. entwickelt und lebt ihr „Eigenes“.


Sie bildet ein „Nest“, in dem niemand mehr allein sein muss, der es nicht will. Sie bietet Liebe, Wärme, Schutz und Hilfe, wann immer sie gewünscht und gebraucht wird und erfüllt die Bedürfnisse von Mensch als Gemeinschaftswesen nach Bindung und Zugehörigkeit.


Durch die partielle, zeitweilige Aufteilung in Erwachsene und Kinder wird sie, in Verbindung mit ihren jeweiligen #Ältestenräten, allen Bedürfnissen und Belangen, auch denen des Individuums, gerecht. Dafür steht und sorgt diese kleinste Einheit von Gemeinschaft.


4. Über der #Schwarm-Guppe gibt es keine „Ober“-#Schwarm-Gruppe, keine weitere übergeordnete „Einheit“, also keine Hierarchie. Die dienenden #Ältestenräte regeln alle Bedürfnisse durch ihre kollektive Weisheit im vertrauensvollen Miteinander.


Notfalls holen sie sich Expertise aus den #Fachgruppen oder vom #Rat der Weisen. Die Organisation 2.0 „Jonathan.Foundation® stellt keine übergeordnete Hierarchie-Ebene dar, sondern im Grunde genommen nur eine dienende „#Fach-Gruppe“.


5. Wenn sich ein Individuum innerhalb einer #Schwarm-Gruppe in seinen Bedürfnissen nicht (ausreichend) vertreten fühlen sollte, kann es die Gruppe wechseln und/oder sich selbst an die #Fachgruppen oder den #Rat der Weisen wenden. Das steht jedem frei. Beide „Experten-Gremien“ werden sich darum bemühen, den Konsens wieder herzustellen.


Auf diese Weise sollten auf allen Ebenen alle Bedürfnisse liebevoll und umfassend abgedeckt sein oder werden können.



Das Individuum und sein Bedürfnis nach Transzendenz


An dieser Stelle kommen wir nicht umhin, noch einmal zu Maslow und seiner Bedürfnis-Pyramide zurückzukehren. Und zu OSHO, der einmal sagte, es gäbe zwei „Wege“ zu Erleuchtung: „Meditation und Tantra“.


Übersetzen wir das einmal in die „Realität“. Was einen Menschen in seinem Bestreben nach Transzendenz begleitet sind zwei wesentliche Dinge, nämlich, dass er in seiner Struktur sowohl ein emotionales Wesen ist als auch ein sexuelles Wesen – „gewürzt“ mit einem Verstand. Beides gilt es zu transzendieren, um zunächst zu erwachen und daraus wellenförmig (unter Transzendierung des EGO) letztendlich in die Erleuchtung übergehen zu können.


Eine grundsätzliche Anmerkung von mir dazu: Auf dem „Weg“ dorthin musst du dir darüber im Klaren sein, dass du dir keins von beiden irgendwie erarbeiten, erdenken, erkaufen oder sonstwie er… kannst. Es ist ein Geschenk des Universum, des Göttlichen, an dich. Etwas, das dich wie ein Wunder zu jeder Zeit überraschend ereilen kann, selbst beim Besteigen eines Busses, wie es Suzanne Segal in ihrem Buch „Kollision mit der Unendlichkeit“ beschreibt. Ihr dürft darauf vorbereitet sein, dass die Gnade des Universum es euch jederzeit gewähren kann, den Schleier, der davor liegt, beiseiteschieben zu dürfen.


Wenn OSHO also davon spricht, dass das Transzendieren der Sexualität (durch Tantra) und der vom EGO verbogenen Emotionalität (durch Meditation) ein „Weg“ zur Erleuchtung ist, kann das dahingehend verstanden werden, dass beides hilft, dein immer schmerzhafter werdendes Bedürfnis nach Transzendenz zu besänftigen, bis dich das Geschenk erreicht.

In diesem Sinne kann ich mir auch vorstellen, dass OSHO den dritten „Weg“ zur Erleuchtung nicht übersehen hat, sondern schlicht nicht erwähnt hat, weil er der schmerzhafteste ist. Wenn wir uns Maslows Pyramide nämlich noch einmal genauer ansehen, dann entdecken wir, dass sie nach allen Seiten offen ist für Transzendenz. Wie schon gesagt, Transzendenz kann jederzeit und überall geschehen.


Also kann ich auch nach unten aus der Pyramide „herausfallen“ - über den vollständigen Verlust der Erfüllung jeglicher Bedürfnisse in die bedingungslose Bedürfnislosigkeit. Jeder kann sich den Moment unendlicher Hoffnungslosigkeit wenigstens im Ansatz vorstellen, die dann gefühlt wird, - bevor ich feststelle, dass ich niemals tiefer fallen kann, als in „Gottes Hand“ (s. auch Dr. Margot Käsmann). Welch eine unendliche Gnade, die ich dann in diesem Moment erfahre – aber sicher kein empfehlenswerter „Weg“.


Es gibt sogar noch einen vierten „Weg“ wie ihn VEERESH einmal beschrieb, den über psychedelisch wirksame Drogen. Aber gab auch eine klare Warnung aus, als er sagte: „Ich kann damit jeden von Euch unmittelbar in die Erleuchtung versetzen. Aber ihr werdet anschließend weinen wie Kinder, weil Ihr diesen Zustand nicht aushalten werdet. Und ich kann Euch nicht mehr zurückholen!“ Ich habe einmal einen jungen Mann in diesem verzweifelten Zustand erlebt und ich kann wirklich niemandem empfehlen, zu versuchen, die Erleuchtung vom Universum zu „stehlen“. Geduld, auch wenn es schwer fällt! Das Geschenk kommt!


Auf unserem eigenen, individuellen Weg wird uns eine weitere Gnade gewährt, nämlich unendlich viel lernen zu können. Um das nutzen zu können, hat uns die Schöpfung mit einem Bedürfnis nach stetiger Suche ausgestattet – Carl Rogers nannte das „Selbstaktualisierungstendenz“. Und da ein einziges Leben für derartig viel “Stoff“ nicht ausreicht, gewährt die Schöpfung uns dazu auch noch die Möglichkeit, nach jedem Leben wiederzukehren – zu reinkarnieren.


Wozu brauchen wir dann dieses „verflixte“ EGO und diese „dummen“ Emotionen, die uns anscheinend durch das Erzeugen von „dämlichen“ Glaubenssätzen und „schrecklichen“ Gefühlen bis in den Wahnsinn oder sogar zu Mord oder Selbstmord treiben können – und uns am Lernen hindern?


TYOHAR hat einmal auf Nachfrage eines besorgten Vaters, wie er denn seiner Tochter auf ihrem Weg helfen könne, erklärt, dass er da gar nichts tun könne. Unser brillanter Verstand diene (auch) dazu, bis zum 21. Lebensjahr ein EGO aufzubauen, um unsere menschliche Entwicklung zu fördern. Denn beim anschließenden Abbau lernen wir, in unseren Lerneinheiten für dieses Leben immer mehr zu transzendieren. Es hilft uns also!


Und nach dem Erwachen? Müssen wir dann immer noch auf diese schmerzhafte Weise lernen. Auch dazu eine Antwort von TYOHAR, der milde lächelnd sagte: „Dann beginnt Lernen erst!“


Also weiter im Text? Nicht ganz. Der Widerstand, den wir durch unser EGO erleben, uns den jeweiligen Themen zu stellen, wird immer schwächer durch das jetzt bis zur vollständigen Erleuchtung abnehmende EGO. Dadurch wird Lernen und Transzendierung immer leichter und schneller, geradezu rasant, wie ihr euch vorstellen könnt – nicht mehr dieser unendlich Zeit fressende Widerstand.


Es gibt also doch „Wege“ - zumindest zur Beschleunigung? Ja! Wir arbeiten daran.


Eine Möglichkeit der Beschleunigung, die jetzt entstanden ist, ist das Lernen durch Wahrnehmung – durch Theta, Delta und Gamma – statt wie bisher durch Logik und Analyse in Beta. In diesem Zustand sind die durch den Verstand und sein EGO erzeugten Emotionen und Gefühle wesentlich leichter zu „behandeln“ und aufzulösen als durch logische Analyse.


Im Rahmen der Durchdringung der Emotionspsychologie durch Stefan und mich sind auf unterschiedliche Weise sehr einfache Methoden und Techniken entstanden, wie z.B. TF-MASA® oder NET, die in erstaunlich kurzer Zeit diese „Behinderungen“ auflösen helfen. Auch die jetzt in der Erforschung befindliche Wissensosmose wird die Transzendierung beschleunigen helfen. Selbstaktualisierung wird immer weniger schmerzhaft und damit leichter und schneller möglich sein.


Dazu werden auch neue Heiltechniken beitragen, die jetzt entstehen können. Wir werden uns dabei mit so interessanten Fragen beschäftigen, wie „Kann ein „gesunder“ Mensch einem “kranken“ Menschen osmotisch den „gesunden Zustand“ übertragen?“ oder „Gibt es eine „Bio-Mülltonne“, in die man das gesamte „EGO-Zeug“ „gefahrlos“ entsorgen kann?“.


Letztendlich stellt sich nämlich die Frage, ob ich all das wirklich noch durchleben muss, was bisher anscheinend notwendig erschien. Oder kann ich in „Leben 2.0“ mein Leben bewusst schöpfen und bewusst entscheiden, was ich darin – nun beschleunigt - lernen will und was nicht. Ist Leben 2.0 das ultimative Geschenk unseres Schöpfers?


Also, auf in die Erleuchtung und alles wird besser?



„Bedürfnisse“ der Bedingungslosigkeit - Transzendenz


Auch das erwachte SEIN hat seine „Bedingungen“? Das klingt zunächst wie ein Widerspruch, weil alles plötzlich die Tendenz zur Transzendenz hat. Aber ALLES hat eben Struktur.


Im Erwachen wird nicht nur EINHEIT erlebt, sondern auch bedingungslose Liebe. Und die hat ihre „Bedingungen“. Transzendenz gibt es auf der Erde nicht „kostenlos“. Wie Tyohar schon sagte: „Dann beginnt Lernen erst!“


Gehen wir dazu, etwas beispielhaft und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in die Maslowsche Pyramide.


Die physischen Bedürfnisse werden dahingehend transzendiert, dass Gefühle wie Hunger und Durst nicht wichtig erscheinen, ja der ganze Körper unwichtig wird und die Tendenz zur Vernachlässigung entsteht. An dieser Stelle muss erst die bedingungslose Liebe, auch zur eigenen physischen Existenz, entdeckt werden.


Die eigene finanzielle Absicherung kann zum Problem werden, weil Sicherheit kein Bedürfnis mehr ist. Bis du entdeckst, dass das Universum für deine irdische Existenz sorgt, alles Lebensnotwendige zu dir fließt und Überfluss auf allen Ebenen dorthin fließen kann, wo es gebraucht wird. Du kannst also bedingungslos für andere Wesen da sein.


Sozialität ist ebenso kein Bedürfnis mehr, da du alle Wesen gleich liebst. Das hat so seine Tücken. Wie erklärst du deinen Nächsten, die Dich besonders aber bedingt lieben, deine bedingungslos gleichförmige Liebe, wenn sie doch gern von dir auch besonders geliebt werden wollen?


Bedingungslose Liebe wird von noch nicht Erwachten oft missverstanden mit „den ganzen Tag über lieb sein“. Aber bedingungslose Liebe kann „grausam“ scheinen und wirken. Wenn sie dem Wesen gegenüber das bedingungslos schenkt, was es gerade auf seinem Lebensweg braucht - als Bewegungsanstoß, der es seinen Weg gehen lässt. ALLES ist göttlich – auch das scheinbar Grausame!


Nur weil wir den göttlichen Plan und die göttliche Liebe hinter einem Geschehen nicht erkennen, heißt es nicht, dass eins von beiden nicht da ist. Eine der tiefengehenden Rahmenbedingungen. So lässt sich beispielsweise in Bert Hellingers Aufstellungen erklären, dass ermordete Opfer in bedingungsloser Liebe zu ihren Tätern sind, wenn diese zu ihrer Tat stehen lernen. Und Kinder stehen bedingungslos zu ihren (scheinbar) grausamen Eltern und Ahnen. Das können bedingt liebende „Rächer“ (scheinbar) nicht akzeptieren und auch nicht irdische Richter.


Viele von uns werden die Geschichte von den „Spuren im Sand“ kennen, in der Gott einem enttäuschten Mann erklärt, dass er in seinem Leben immer für ihn da war, ja ihn sogar getragen hat, wenn es besonders schlimm erschien. Das könne er an der Spur im Sand erkennen, die manchmal nur noch eine wurde. Das hatte der Mann als Vernachlässigung missverstanden, weil das göttliche Tragen in seiner Verzweiflung nicht gespürt hatte. Die Tragfähigkeit der göttlichen Liebe wirst du jetzt spüren.


Ach, und soziale Höflichkeiten? Welch sinnlos erscheinendes Handeln. All diese Floskeln und „Nettigkeiten“, die die Sozialität am Laufen halten sollen. Du wirst sie dir mühsam wieder ins Gedächtnis rufen müssen und trainieren, damit du den Rest der Welt nicht vor den Kopf stößt. Dieses scheinbar einfache Bedürfnis fällt oft unter den Tisch, weil die Handlungen so sinnentleert scheinen und ebenso ioft auch sinnentleert ausgeführt werden. Auch darin gilt es, die bedingungslose Liebe zu erkennen und den Sinn darin zu leben.


Individuelle und kognitive Bedürfnisse scheinen gänzlich zu verschwinden, weil sie Erkenntnissen Platz machen. Nun wirst du mehr aus der gefühlten und mit dem göttlichen Plan in Einklang befindlichen Erkenntnis heraus handeln statt aus der reinen Logik. Individualität hat keinen Platz neben einem Einheitsgefühl.


Ästhetik hat nur noch den tieferen Sinn, dass du in ALLEM die Schönheit der Schöpfung erkennst und die Fülle und bedingungslose Liebe Gottes.


Du begegnest Weggefährten, die deine bedingungslose Liebe voll erblühen lassen und mit denen du spielend, wie Kinder, Neues schöpfen kannst - genauso wie schweigend im bedingungslosen Gleichklang sein. Wie OSHO einst sagte: „Zwischen Erleuchteten gibt es keine Sprache mehr.“ Nun doch, eine andere, die „Sprache“ des spielenden, begeisterten und faszinierten Schöpfens.



„Was ist wichtiger?, fragte der große Panda, „Der Weg oder das Ziel?“

„Die Weggefährten!“, sagte der kleine Drache.


<aus einem Kinderbuch>



© Jonathan.Academy, 2020


Fortsetzung - Teil 16

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