19. Gemeinsam WIRken im WIR-Feld

Aktualisiert: Feb 4

Theta®Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 19


Prinzipiell bedeutet das bewusste Arbeiten in den Gehirnwellen-Zuständen Theta/Delta/Gamma - auch Peak State genannt – ein völlig neues Gefühl von Zusammenarbeit - vertrauensvoll, kooperativ, konsensual und freudig sind die wesentlichen Schlagworte.


Aber auch das Wirken, die Wirkung nach innen und außen, ist ganz anders, als wir es bislang kennen – ganzheitlich, bewusst, klar und schöpferisch im Sinne der Schöpfung. Das ist etwas GANZ anderes.


Aber was genau ist daran so anders als das gewöhnlich Bekannte? Was ist überhaupt ein WIR-Feld? Wozu gibt es das? Und was bedeutet es für uns, unsere Forschung und die Gruppen? Waren wir erneut etwas Essentiellem auf der Spur? Wieder einmal Fragen über Fragen?


Als Stefan und ich im Juli 2020 mit unserer Forschung begannen, stellte sich gleichzeitig ein wundervoller Zustand zwischen uns ein. Da waren eine bisher nie gekannte Vertrautheit, ein absolutes gegenseitiges Vertrauen, eine bedingungslose Liebe und ein diskussionsfreier Konsens. So etwas hatten wir noch nie in diesem Ausmaß und so anhaltend erlebt. Unbewusst und von uns damals als solches noch nicht benennbar waren wir in ein WIR-Feld eingetreten.


Auch als Hanna Marie hinzukam, änderte sich daran nichts. Sie wurde ohne irgendwelche Hindernisse oder übliches anfängliches Abchecken in dieses uns noch unbewusste Feld integriert.


In der Zusammenarbeit mit Aurora war es zunächst anders. Auch wir spürten diese Ebene, aber bei uns begann zunächst ein sprühender, intellektueller Dialog, eher eine Diskussion mit Tendenz zu einem Disput, zwischen unseren beiden, scheinbar wissenden und intelligenten Gehirnen. Doch immer wieder endete er in einem ermüdenden Dissens. Nur wenn wir uns von der Beta-Ebene auf die THETA-Ebene begaben, änderte es sich und dann war da wieder das, was ich auch mit Stefan und Hanna Marie erlebt hatte.


Als wir das bemerkten, stellten wir unseren Dialog auf der Beta-Ebene ein. Ab da wurden die Dinge einfach zwischen uns. Themen und Fragen wurden rasch und äußerst zufriedenstellend zwischen uns abgehandelt in gegenseitigem liebevollem Konsens. Es musste also etwas mit dem THETA-Zustand zu tun haben.


An dieser Stelle wurde mir bewusst, dass die inzwischen vielen Versuche, auch mit anderen Personen und Gruppen, Fragen im THETA-Raum zu behandeln, immer im Konsens abliefen, selbst wenn anschließend Erläuterungen von der Symbolsprache auf die Wortsprache wechselten. Es lag als nicht an der Sprachebene.


Die nächste Erfahrung stellte sich ein, als wir Fragen im THETA-Raum via Zoom behandelten. Es lief immer noch gut und in relativem Konsens, aber Missverständnisse waren viel häufiger. Noch schlechter wurde es, wenn Messenger benutzt wurden, selbst bei Sprach-Nachrichten. Es hatte also etwas mit Emotionalität zu tun, die durch die elektronischen Medien nur sehr bedingt vermittelt werden konnten.


Das zeigte sich auch, als eine Bekannte zusammen mit einigen anderen ein von ihnen sogenanntes „WIR-Feld“ aufbaute. Rasch erkannte ich, dass das Feld irgendwie nicht das hielt, was es versprach und die Initiatoren sich davon versprochen hatten, selbst bei bestem Willen nicht. Dissens und Missachtung, sowie Misstrauen und sogar Mobbing stellten sich ein. Nicht anders als in Foren und anderen Messenger-Gruppen, die ich kennengelernt hatte. Das bisherige Paradigma (unter Beta) erzeugte vielleicht noch ein Wir mit bestimmten, scheinbar gleichen Interessen, aber kein WIR-Feld in einem liebenden, vertrauenden, gemeinsamen SEIN.


Ich erinnerte mich, dass Besucher des Lyzeums und Internats in Tekos davon sprachen, dass die Kinder dort in einem Zustand anzutreffen waren, der mir auffällig ähnlich dem beschrieben wurde, den wir erlebten, wenn wir im Theta/Delta/Gamma-Zustand waren. Und es wurde mir nun auch in der Rückschau sichtbar, dass ich solche Zustände auch an der Weinbergschule im Salzburger Land und an der Lais-Schule in Klagenfurt vereinzelt erlebt hatte.


Nun war der Zeitpunkt gekommen, das offensichtlich existente und bedeutsame „Feld“ näher zu erforschen. Die Frage war klar: „Was ist ein WIR-Feld?“.



"Das gute Geschirr gehört nicht in die Spülmaschine!"


Aber noch einmal zurück zum alten Paradigma, weil es uns den Weg heraus zeigen kann, wenn wir es klar erkennen. Selbst bei noch so großer scheinbarer Einigkeit über das Gemeinsame, zeigt sich immer wieder, dass Worte das Gemeinsame nicht genau genug definieren können. Weil jeder in die Worte, genauer Worthülsen, mehr und individuell anderes hineinpackt, als er mit Worten ausdrücken könnte – andere Definitionen als im Duden und vor allem andere Gefühle als Andere.


Die obige Überschrift kann sehr unterschiedlich interpretiert werden: Als sinnvolle Anweisung, oder Erläuterung der Vorgehensweise, oder als eindeutiger Befehl, als verzweifelter Ausdruck einen bereits geschehenen Unglücks, und vieles mehr. Wo sind denn nun plötzlich die „gemeinsamen Ziele“?


Denken (Beta) und vor allem Sprache schafft keine wirkliche Einheit, weil alles unterschiedlich interpretiert werden kann. Dann fangen wir an, etwas als trennend wahrzunehmen. Zunächst unmerklich entstehen Risse und unterschwelliges Misstrauen, bald immer klarer und bewusster, vielleicht sogar, ohne es erklären zu können. Und dann löst sich das Wir unvermittelt in Luft auf. Vielleicht geht es sogar über in offene Feindschaft wie bei vielen geschiedenen Ehen.


Wenn wir jedoch beginnen, den Anderen zu integrieren, dann gehen wir gar nicht erst in Trennung, selbst wenn wir möglicherweise zunächst mit ihm nicht übereinstimmen. Wir erleben den anderen als interessante Bereicherung, als etwas Göttliches, das wir bisher noch nicht gesehen haben. Das ist der erste Schritt. Das gemeinsame Erleben in Theta/Delta/Gamma tut dann sein Übriges.


Immer wieder taucht EIN Wort in allem auf, was wir auf unserem Weg der Erforschung der Mathetik entdecken: Vertrauen.


Unser Weg hat uns dabei vertrauensvoll immer tiefer in die Zustände geführt, die wir unter Theta/Delta/Gamma erleben. Selbst wenn wir in den „Alltag“ zurückkehrten, in den Zustand, den wir gewöhnlich unter Beta erleben, blieben die anderen Zustände wie ein „Leitfaden“ in uns. Und wir erfuhren Beta auf eine andere Weise: tief vertrauend. Selbst die absurdesten Dinge erlebten wir nun als ein göttliches Geschehen, aber auch eine Klarheit darüber, wie es zukünftig anders gesehen, bzw. ablaufen wird.


Sätze wie „Das gute Geschirr gehört nicht in die Spülmaschine!“ verschwanden aus unserem Alltag, weil sich absolutes Vertrauen in die Handlungen und die Sichten des Anderen einstellten. ALLES ist göttlich – ohne Ausnahme.


Und es entstand Geduld damit, dass Andere noch nicht die Klarheit darüber besaßen, was Lernen und Leben 2.0 ausmachte. Wir konnten es abwarten – und unseren Weg einfach weitergehen.


Wir erkannten, dass Vertrauen DER Schlüssel zum WIR-Gefühl war.



Das WIR-Feld ist ein Gefühl


Das WIR-Feld ist nicht logisch zu erfassen und zu erfahren, sondern nur durch unsere Emotionalität. Im WIR-Feld fühlen wir uns als Mensch ganz und vollständig angenommen – mit Allem, was uns ausmacht – auch mit unserer Logik, aber hauptsächlich mit unserem SEIN als fühlende, göttliche Wesen. So wie Gott uns in seiner unendlichen, bedingungslosen Liebe erschaffen und gewollt hat – ohne fremde und eigene Beurteilung und Kritik. Wie denn auch? Das wäre ja Blasphemie in dunkelster Form.


In diesem Zustand beginnen wir, wirklich zu leben – und zu erkennen, wie kümmerlich und eingeschränkt unser bisheriges Leben 1.0 war. Es entsteht eine Sehnsucht, für immer dort zu sein und nie wieder in unser „altes Leben“ zurückkehren zu wollen. Das bisherige Paradigma wandelt sich in ein neues: Leben 2.0


Wir wissen nun, diese Sehnsucht ist realisierbar, lebbar. Wie bei „Zar und Zimmermann“ haben wir „die Schönheit des Meeres“ gesehen und sind nun bereit, „Schiffe zu bauen“, um hinausfahren zu können auf dieses „Meer“.


Vielleicht holt uns „unser Alltag“, das „Land“, wieder ein, aber die Sehnsucht bleibt, schmerzlich und freudig zugleich, und zieht uns immer wieder dorthin – hinaus auf das unendliche, wundervolle „Meer“. Wir fühlen uns endlich so wie wir wirklich sind: Wie ein Tropfen im Ozean und wie der Ozean selbst.



#Gruppe und #Gemeinschaft


Ein WIR des neuen Paradigmas 2.0 erweitert das punktförmige, vergängliche, scheinbare Wir des alten Paradigmas 1.0 in ein gemeinsames, potentiell globales Feld aus göttlichem Konsens. Wir beginnen jetzt, es in alle Richtungen zu durchdringen und zu erfahren.


War es zuvor, in den Phasen 1 und 2 der universellen Mathetik, unbewusst, erleben wir es nun bewusst in der Phase 3. Die #Gruppe der Sieben entdeckt, wie es sie synchronisiert und zu gemeinsamen, gleichartigen bzw. sich ergänzenden Ergebnissen ihrer Fragen führt und gemeinsame Erkenntnisse entstehen. Ein bisher nicht gekanntes Gefühl von bedingungsloser Gemeinschaft entsteht und beseelt alle.


Es lässt sie begeistert weiter und weiter gehen. Und sie erkennen nun auch, dass sie dies nicht mehr nur für sich allein tun, sondern dass sie ihre Ergebnisse und Erkenntnisse für alle geschaffen haben. So entsteht der durchaus systemimmanente Wunsch, es weiterzugeben.

Das markiert den Übergang in die Phase 4 der Mathetik. In der #Gemeinschaft / #Schwarmgruppe werden die bisherigen Erfahrungen und Erkenntnisse ins Leben integriert. Es entstehen Projekte und Initiativen, die das Neue in die Welt bringen – zum Nutzen aller.


Und da das in göttlichem Konsens geschieht, bleiben Friktionen und Dissens, wie in Beta üblich, aus. Dadurch entsteht eine hohe Effizienz - ohne die üblichen Reibungsverluste. Das durften wir bereits in der bisherigen Arbeit in der Erforschung der Mathetik erleben. Es hat unseren Prozess in einem bisher unbekannten Maße beschleunigt – höchster, konsensualer Übereinstimmung.


#Erwachsen sein, #Freiheit und #Souveränität


Ist so ein WIR-Feld etwas Permanentes? Und schränkt es die Freiheit und Souveränität des Einzelnen ein? Diese Fragen tauchen nun auf.


Freiheit an sich nach altem Paradigma bedeutet ja nicht absolute Freiheit, tun und lassen zu können, was man will. Da sind Recht und Gesetz und die ungeschriebene „erwachsene“ Übereinkunft, dass die Freiheit des Einzelnen nur so weit geht, wie es die Freiheit des Anderen nicht einschränkt – eigentlich: nicht mehr einschränkt als die eigene.


Kindlich ungestüme Freigeister werden genau gegen diese Begrenzungen anstürmen und sie als „Freiheitsentzug“ sehen wollen. Aber ist das wirklich erwachsen? Meist erleben wir das in einer rebellischen Pubertätsphase, die alles erst einmal grundsätzlich infragestellt. Und aus der dann eher resignierende „Vernunft“ entsteht, oft auch aus der Erfahrung der Konfrontation mit „Strafen“. Erwachsene Einsicht, Freiheit, Souveränität???


Wahrhaft #erwachsen bin ich erst dann, wenn ich alles selbst kann. Oder erkennen kann, dass ich es eben nicht selbst kann - erkenne, dass ich Hilfe benötige und sie auch zu bekommen suche – ohne sinnlosen Gesichtsverlust vor mir selbst zu erleben.


Wahre #Freiheit erlebe ich dann, wenn ich in einer #Gemeinschaft frei sein kann, das zu tun, was ich für richtig erkannt habe, und aus der #Gemeinschaft frei ausscheren kann, wenn ich dort das Richtige für mich nicht mehr erlebe. Wahrhaft freie Individuen kennen auch keine Einsamkeit, wenn sie allein sind, sondern erleben AllEinsSein mit Allem.


Souverän zu sein bedeutet im alten Paradigma, mein eigener Souverän zu sein, mein eigenes „Land“ mit all meinen natürlichen Menschenrechten. Aber nur wenn ich zuvor genannten Formen von #Erwachsen sein und #Freiheit in mir vereine, kann ich wirklich #Souverän sein – MICH als MENSCH erleben. Dann kann ich mich in allen „Welten“, im alten wie im neuen Paradigma bewegen und bleibe immer #Souverän, ob allein, ob im Wir oder Nicht-Wir, oder im WIR-Feld.


Egel in welchem „Feld“ ich mich jeweils befinde, ich bin und bleibe ein #Souverän. Im WIR-Feld erlebe ich mich aber orchestriert, synchronisiert in einem gemeinschaftlichen Tanz und bin EINS mit dem Feld – vielleicht vorübergehend, so wie es für mich stimmt und für die anderen – ein freies Floaten.



Schöpferische #Kreativität


Was könnte ein Sinn sein, der hinter all dem steckt? Eine Antwort haben wir bereits erfahren. Wir erleben eine neue, vollendet und genial erscheinende Form von Kreativität – nämlich schöpferische #Kreativität.


Wir erleben sie nicht nur allein, sondern auch in der Gemeinschaft von 7er-#Gruppen und #Schwarmgruppen. Das ist für uns alle etwas Neues, etwas Besonderes – nämlich das Erleben von göttlicher Schöpfung – als MENSCH, der schöpft, in der Gemeinschaft mit anderen MENSCHEN.



Anleitung


Ein WIR-Feld benötigt Anleitung, bis es sich vollständig und vollendet entfaltet hat und jeder Einzelne es leben kann. Es benötigt #Anleiter, die ein WIR-Feld kennen und leben können, wahre #Souveräne, an denen sich andere orientieren können und es gemeinsam mit ihnen erleben können.


In den richtigen Momenten wird ein #Anleiter wie eine Entenmama „vorausgehen“ und in anderen die Angeleiteten „fliegen“ lassen – zumuten und zulassen, wie es seine göttliche Natur erkennt. In seiner Weisheit und göttlichen Anbindung wird er dort Wege bahnen, wo andere sie noch nicht sehen – irdische wie spirituelle.


Er schafft und hält den benötigten Raum und wie eine gute Leuchte wird er die vorgezeichneten oder gebahnten Wege sehen lassen, damit die Anderen sie erkennen können – und gehen können, – wenn sie es wollen und bereit sind.


Dann entsteht für alle ein beseelender Zustand, in dem begeistert erkundet, geforscht, gelernt und erlebt werden kann - in einem für uns immer noch unerklärlichen Zustand, in der alle Sehnsucht verschwindet, weil sie erfüllt ist.


Es entsteht eine „Bruderschaft“ in allen, die keinen Unterschied mehr macht. Und, wie in einer gemeinschaftlichen Umarmung, werden alle EINS SEIN – die göttlichen Wesen, die ER gemeint hat, als ER sie erschaffen hat.


Fazit


Nur ein einziges Mal das WIR-Feld zu erleben, kann dein Leben verändern. Es weckt eine Sehnsucht in dir, die schon lange in dir schlummerte. Eine Sehnsucht, die in dir all das anklingen lässt, was oben geschildert wurde, und du wirst erkennen, dass du schon immer so leben wolltest: Leben 2.0.


Zunächst wird es sich am leichtesten in einer Gruppe leben lassen, in der alle diese Sehnsucht in sich tragen. Angeleitet durch einen MENSCHEN, der das WIR bereits lebt, wird es sich dort rasch in die Realität umsetzen. Und es wird aus dieser Gruppe eine #Gruppe machen. In solch einer #Gruppe zu sein, wird sich für dich anfühlen, als wärest Du „in Gottes Hand“ gefallen. Ein tiefes Gefühl von #Gemeinschaft, wie du es noch nie kennengelernt hast, mit allen Attributen, die du dir immer gewünscht hast. Innerer Frieden, ja vielleicht sogar Glückseligkeit, werden sich einstellen.


Und eines Tages wirst Du entdecken, dass dieses Gefühl nicht nur in der #Gruppe entstanden ist, sondern auch in dir selbst, - wenn Du ALLEINS bist mit ALLEM, was ist.

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