10. Alles beginnt - Organisation 2.0

Aktualisiert: Jan 12


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 10

von Günter Chetano Lau



Der Zweck jeder Organisation, die unter Theta-Bedingungen erschaffen wird, ist “würdigen, dienen, behüten und erschaffen” – gemäß dem grundlegenden Sinn des Menschen in der Schöpfung. Sie ist nicht als hierarchische Leitungs-Organisation gedacht, sondern sie versammelt lediglich die anerkannt fähigsten Menschen aus unserer Mitte, um den größtmöglichen Nutzen für die Schöpfung und insbesondere für die Menschen zu erzeugen. Und Derartiges ist potenziell dringlicher denn je.



Alles beginnt mit einer Frage, nicht nur lernen! Der Visionär in mir hat sich daher die Frage gestellt, wie eine Organisation aussehen kann, mit der alles beginnen kann. Und die zweite Frage: Welche Aufgaben hat eine solche Organisation? Die erstaunlichen Antworten formten eine Organisation 2.0.


Und wieder musste ich demütig erkennen, dass die Ideen dazu nicht neu waren. Sie reichten in mir mindestens 30 Jahre zurück, zu Vine DeLoria und Shakti Gawain, und die waren offensichtlich Teil einer Menschheitsvision, die potentiell noch deutlich älter ist. Sie wurde in und mit mir nur erneut erinnert.


Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte haben sie mich immer wieder zu Bruchstücken von Lösungen, Entwicklung von Fähigkeiten und Begegnungen mit wissenden Menschen geführt, ohne dass ich einen Gesamtzusammenhang erkennen konnte. Erst die intensive Beschäftigung mit Theta/Delta und die neue Zeitqualität hat nun dazu geführt, dass sich das Puzzle ordnete und ein Plan für eine solche Organisation 2.0 entstehen konnte.


Und die fröhliche und zugleich ernstgemeinte Erkenntnis einer Zielsetzung des “Experiments Menschheit”: “Wir wollen das Rad immer wieder neu erfinden!” <Stefan Sohst>


Noch klarer, nicht nur weil wir wollen, sondern weil wir müssen. Denn das “Rad” muss sich entwickeln, sich immer wieder neuen Bedingungen anpassen. DAS ist Schöpfung - wie sie sich überall zeigt und beobachten lässt. Und Mensch als Schöpfer mittendrin. Interessanterweise bestimmen nicht wir das, sondern die Kinder, die ihre Zukunft (er)kennen und ersinnen - ihr Sinn geben - nicht wir Erwachsenen (s. Khalil Gibran und Mikhail Schetinin).

Aber beginnen wir zunächst mit etwas anderem Wichtigen. Professor Dr. Gerald Hüther liefert uns einen Kompass für unsere zunehmend komplexer werdende und von ökonomischen Kriterien bestimmte Welt, ohne den wir nach seiner Aussage Gefahr laufen, die Orientierung zu verlieren:


"Unsere Würde (Anmerkung: wieder) zu entdecken, also das zutiefst Menschliche in uns, ist die zentrale Aufgabe im 21. Jahrhundert." (aus: "Würde - Was uns stark macht - als Einzelne und als Gesellschaft")


Denn wir alle wollen in unserem Herzen nicht nur in Würde sterben - selbst das ist in der Corona-Krise bereits ein seltenes "Gut" geworden - nein, wir wollen in Wirklichkeit auch erst einmal in Würde leben. Trotz, dass in unserem deutschen Grundgesetz in Artikel 1 steht: "Die Würde eines Menschen ist unantastbar", treten wir das offensichtlich achtlos mit Füßen, auch für uns selbst, indem wir beispielsweise Arbeiten verrichten und Situationen ertragen, die einfach nur würdelos sind.


Welche Botschaft senden wir unseren Kindern, wenn wir es selbst nicht können und zudem sogar von ihnen verlangen, dass sie es uns gleichtun?


Im Prinzip gilt das auch für alle Lebewesen auf dieser Welt und ganz besonders auch für unser aller „Mutter“, die Erde, die uns (er)trägt und ernährt und aus der all unsere Zellbausteine stammen. Leider scheinen wir das vergessen zu haben, oder sogar teilweise bewusst verdrängt und abgeschafft zu haben in unserem Kalkül – einem sehr männlichen Kalkül.



Weibliche und männliche Prinzipen


Im Laufe meiner Entwicklung als Manager (in Beta) ist mir etwas aufgefallen: Dass das männliche Prinzip spitz konzentriert auf die jeweilige Aufgabe ist. Damit kann es sehr erfolgreich diese Aufgaben umsetzen. Die Folgen davon sehen wir um uns herum. Dass hauptsächlich Männer „ihre“ Aufgaben zwar erfolgreich umgesetzt haben, aber völlig das Umfeld aus dem Blick verloren und Zerstörung und Chaos hinterlassen haben. Es fehlte klar die ganzheitliche und ordnende “Überlebens“kraft des Weiblichen, die aufgrund des „Erfolgs“ des Männlichen, immer stärker zurückgedrängt wurde.


Daraus entstand meine damalige Erkenntnis, dass unsere Führung weiblich sein sollte. Das Männliche gehört in die zweite Reihe, in die beratende Funktion. Dort kann es seine volle Kraft entwickeln, ohne in Zerstörung und Chaos zu gehen. Weil es durch das Weibliche gefiltert und eingeordnet wird. DAS ist natürlich, selbst wenn das Männliche immer wieder behauptet: „Schau, wie erfolgreich ich bin.“ Es ist es nicht, langfristig gesehen.


In der Rückschau bin ich damit auch im Einklang mit Bert Hellinger: „Der Mann bekommt den ersten Rang, - wenn er das weibliche Prinzip unterstützt!“ Wenn er das eben nicht tut, sondern Chaos und Zerstörung auslöst, dann rückt er auf den zweiten Rang und das Weibliche auf den ersten.


Stellt euch vor, es gäbe etwas, was die Menschheit in diesem Sinne - insbesondere im Sinne der Würde aller - eint und gemeinsam voranschreiten lässt. Wäre das nicht wundervoll?


Während unserer Arbeit haben wir die heilende und einende Kraft von Theta und Delta kennen lernen dürfen. Das, was ihr bis jetzt gelesen habt, stammt alles daraus. Sobald wir im Theta- oder Delta-Zustand waren, waren wir nicht nur extrem produktiv, sondern wir haben wie auf Wolke sieben geschwebt und waren uns stets einig - ernsthaft und freudig lachend zugleich. Ja, das geht!