9. Leben in THETA - von #Gruppen, #Schwarm-Gruppen und mehr

Aktualisiert: Apr 20


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 9


von Günter Chetano Lau



In der tieferen Erforschung des THETA-Zustands und seiner Wirkung auf uns und die Welt haben wir im Laufe der Zeit erkannt, dass THETA nicht nur unser Lernen und Wissen erhellt, sondern in unser gesamtes Leben ausstrahlt.


Theta (und auch Delta) ist tief verwurzelt mit unserer Emotionalität und damit mit unserem gesamten SEIN. Denn wir sind emotionale Wesen - mit einem Verstand - und nicht umgekehrt. Der hat sich zudem viel später entwickelt, ist noch sehr jung und muss noch erwachsen werden. Ob er die Pubertät schon erreicht hat, ist noch fraglich, auch wenn er schon so vehement gegen die Emotionalität rebelliert.


Es war nicht unser Verstand, der uns Millionen Jahre hat überleben lassen, eher das Gegenteil. Er hat uns letztendlich sogar in die Lage versetzt, uns und alles Leben auf der Erde auszulöschen.

Fest steht auch: Unser Verstand verlangsamt aufgrund seines geringen Datendurchsatzes ALLE Prozesse - außer seinem logischen Denken. Und viele Prozesse laufen im Hintergrund ohne sein Zutun, ohne seine Einflussnahme und sogar ohne seine Kenntnis emotional nonverbal und meist natürlich ab - außer denjenigen, bei denen uns der Verstand durch sein Misstrauen „Viren“ eingebaut hat. Diese gilt es beim „Leben in THETA“ zu identifizieren und zu eliminieren.


Je mehr wir uns auf THETA einlassen, geschieht das mehr oder minder „automatisch“. Wenn es in dieser Weise geschieht, können die Ergebnisse der Prozesse „sauber“ in unserer physischen Beta-Welt umgesetzt werden/sich umsetzen - immer verbunden mit THETA.



Als wir begonnen haben, uns mit der Bedeutung der Emotionalität näher auseinanderzusetzen (s. auch Artikel 5), sind wir durch die sieben Grundemotionen auf die sieben ARCHETYPEN gestoßen, die dahinter stehen bzw. damit verbunden sind. Sie sind jedoch nicht nur damit verbunden, sondern spielen auch auf eine wundervolle Art und Weise zusammen und erlangen dadurch im Gesamtzusammenhang eine entscheidende, sogar determinierende Bedeutung. Sie bilden nicht nur eine ideal funktionierende #Gruppe, sondern auch den weitgehend unbekannten, unentdeckten, auf jeden Fall unbewussten Nukleus für alles, was aus menschlichem "Denken" und Tun entsteht.


Bislang haben wir alle diese archetypischen Rollen im Wesentlichen unbewusst und überfordernd in uns selbst "gespielt" und uns dadurch ein mühsames und mühseliges Leben ermöglicht. Haben gegebenenfalls Rat bei denjenigen gesucht, die wenigstens annähernd einzelne Rollen leben konnten. In Gemeinschaften desgleichen, da die Rollen im Allgemeinen unbewusst sind und die Siebener-Gruppe nicht vollständig ist bzw. in einer Gruppe nicht alle Rollen besetzt sind. Und natürlich auch, wenn die Rollen noch in sich unvollendet sind und nicht im SEIN, das sie nur in THETA erreichen.


Im Nachhinein gesehen grenzt es für uns an ein Wunder, dass die Menschheit trotzdem so weit gekommen ist. Und es war für uns eine Offenbarung, zu erahnen, welche Möglichkeiten sich der Menschheit eröffnen (s. auch Artikel 7), wenn wir das bewusst nutzen. Einen kleinen, sicher noch sehr rudimentären Vorgeschmack, soll dieser Artikel bieten.



Die Archetypen in THETA


Für das Lernen sind uns nachfolgende sieben #Archetypen/Wesenstypen mit der bezeichneten #Funktion begegnet. Sie gelten aber, wie erkennen durften, nicht nur für das Lernen.


Jeder Mensch muss im (derzeitigen) Beta alle Rollen können und übernehmen. Nur so kann er als Person im (derzeitigen) Leben bestehen. Wie mühsam das ist, wenn man sich der Rollen nicht bewusst ist und sie auch nur unzureichend kennt und kann, hat jeder bereits zu spüren bekommen, wenn auch nur unbewusst darüber, warum er das so erlebt. Die Unvollkommenheit und Unzufriedenheit ist allgegenwärtig. Und nicht nur das, sie führt in Zusammenarbeit / Zusammenwirken / Gemeinschaften / Partnerschaften zu behinderndem Misstrauen bis hin zur unnötigen Zerstörung mit all den damit verbundenen unsinnigen und schädigenden Konsequenzen.

Jeder Mensch wird jedoch mit einer bestimmten Rolle geboren, die er ohne Mühe und begeistert ausfüllen und ausführen wird, wenn man ihn lässt und fördert. Wenn letzteres nicht der Fall ist, wird er in unvollendete Rollen abdriften, die seine Umwelt unangenehm zu spüren bekommt. Welche Rollen gibt es/haben wir herausgefunden? Das optimale Zusammenspiel wird mit folgenden Rollen erreicht - abgeleitet von den sieben Grundemotionen:

Rollen und ihre #Funktionen



Der einzelne #Archetyp kann nur in Theta vollständig in seiner ganzen Dimension gefühlt und in emotionaler #Symbolsprache erfasst werden, weil flache Worthülsen ihn nur äußerst unzureichend beschreiben können. Er entspricht auch nicht den unausgegorenen und verdrehten Rollen, die wir im Beta daraus gemacht haben. Das ist unbedingt zu beachten, weil sonst die Rollen in Beta missverstanden werden und wie immer meist missbräuchlich agieren. In THETA geschieht das grundsätzlich nicht, sobald man sich seiner angestammten Rolle bewusst ist und ausschließlich in ihr agiert.



Das Zusammenspiel der Archetypen


Die #Gruppe findet sich vertrauensvoll und in der erforderlichen Zusammensetzung, sobald dem Einzelnen seine #Rolle und seine #Funktion klar geworden ist. In ihrer #Funktion haben die jeweiligen #Archetypen nicht nur einen klaren Auftrag, sondern auch einen eindeutigen Output, den sie in einer bestimmten Reihenfolge, #Zyklus, an den nächsten weitergeben. Zugleich sind sie kohärent und ständig in einem unausgesprochenen Konsens miteinander verbunden. Zweifel und Dissonanzen sowie Misstrauen sind während des THETA-Zustandes nicht existent.


Ablauf des Zyklusses:

Am Ende wird also das #Neue/das Ergebnis/das Produkt durch den #Initiator an die #Welt übergeben. Ein neuer Zyklus kann beginnen, indem der #Initiator den #Visionär erneut ermächtigt.



Die Gruppenentwicklung


In der Anfangsphase der Gruppenentwicklung benötigt die #Gruppe einen #ANLEITER, dem sie sich zuordnen kann. Ist die #Gruppe fortgeschritten, wird sie einen (+1)-LERN-ASSISTENTEN (LA) bzw. einen #COUNSELOR wählen, der sie im Prozess begleitet.


Beide erstgenannten Assistenten-Formen initiieren den Gruppenprozess, begleiten ihn und halten ihn am Laufen. Sie sorgen für friktionsfreien Ablauf des Prozesses, erkennen und benennen Störungen (#Schmetterlinge und Friktionen) und unterstützen bei der Beseitigung. Sie supporten den Flow in der #Gruppe durch jegliche Form notwendiger Zuarbeit und maximieren den Wohlfühlfaktor.


Sie sind liebevoll zugewandt und leiten an, wo notwendig, ohne zu führen, dürfen aber #Vorgaben machen und machen sie auch, wenn erforderlich, ohne zu bestimmen oder gar zu befehlen, sondern regen an zu selbstbestimmten Entscheiden und Handeln, falls notwendig. Sie sind zudem fehlerfreundlich (während die Rollen fehlerfreudig sind) und begrüßen #Fehler als Lernchance im Sinne des menschlichen Lernprinzips „Versuch und Irrtum“, denn sie wissen um dessen positive Wirkung.


Sie besorgen Expertise und stellen "Experten", wenn sie das Erfordernis einer #Übergabe von bereits vorhandenem Wissen erkennen - getreu dem Wissen um das menschliche Lernprinzip “Lernen von anderen“. Zugleich sorgen sie dafür, dass das erarbeitete Wissen und die erworbenen Fähigkeiten für eine potenzielle #Übergabe aufbereitet werden.


Eine Sonderstellung nimmt der #Counselor ein, der in größeren Gruppierungen, z.B. #Schwarm-Gruppe, den gemeinsamen sozialen und persönlichen Wachstumsprozess anleitet und fördert analog den o.g. Assistenten-Prinzipien.


Hierzu mehr in einem nachfolgenden Artikel, speziell auch zum assistierenden #Anleiten.


Sie entwickeln sich dadurch, unabhängig vom physischen Alter zu wahren #Ältesten, die in der Lage sind, sich zu einem weise anleitenden #Ältestenrat zusammenzufinden. Dies ist eine dringend benötigte „Renaissance“ in einer neuen Art: #Ältestenrat 2.0.


Die weitere Entwicklung wird in ein Netz von 7(+1)-Gruppen gehen, die unabhängig agieren können, aber dennoch über THETA verbunden sind - gemeinsam quasi eine THETA-Blume des Lebens einnehmen. Auch können Gruppen im Netz archetypische Schwerpunkte bilden oder sich auf wichtige Fragen, Themen, Entwicklungen oder Entscheidungen ausrichten und damit die Gesamtentwicklung vorantreiben.



Die #Schwarm-Entwicklung


Eine besondere Stellung in diesem Zusammenhang nimmt die #Schwarm-Entwicklung ein. Was ist ein Schwarm in THETA? Zunächst einmal ist eine solche #Schwarm-Gruppe eine Ansammlung Gleichgesinnter, verbunden durch etwas, was sie eint. Das kann ein Ziel sein, aber auch etwas ganz anderes, z.B. eine Vision oder auch eine Mangelsituation, unter der der Einzelne leidet und die sich im Theta-Zusammenleben auflöst, wie Einsamkeit, Altersthematiken, gebraucht werden, Wissen und Erfahrung weitergeben.


Eine #Schwarm-Gruppe kann der individuell geartete Zusammenschluss mehrerer o.g. #Gruppen sein, in jedem Fall aber mehrere Familien – die Theta-Version eines Stamms (Clans) oder einer Sippe bzw. Horde, die in ihrer eigenen Weise nach den von uns als natürlich erkannten Prinzipien in einer von ihr definierten Art einer Gemeinschaft lebt. Da in Familien praktisch selten homogene #Gruppen im Sinne des 7(+1)-Prinzips vorkommen, bietet die Größenordnung #Schwarm-Gruppe die Chance, mindesten zwei #Ältestenräte gemäß dem 7(+1)-Prinzip zu bilden - je einen Erwachsenenrat und einen Kinderrat, die die Belange und Fragen der #Schwarm-Gruppe bearbeiten.


Auch hier ist Hierarchie nicht notwendig. Der #Ältestenrat stellt keine solche dar, weil er ausschließlich dem Wohl der #Schwarm-Gruppe verpflichtet ist und ihr dient, nicht sie bestimmt oder leitet. Er ist dabei lediglich das optimal wirksame Organ der #Schwarm-Gruppe und seine Arbeit sorgt für maximal kohärenten Konsens.


Zugleich bietet die #Schwarm-Gruppe die Möglichkeit, dass alle THETA-Sichten noch aufgenommen und verarbeitet werden können und so eine starke, klar ausgerichtete und funktionierende (Lebens-)Gemeinschaft gebildet werden kann.


Vine DeLoria, ein indianischer Visionär aus dem Volk der Dakota Sioux, hat schon im vergangenen Jahrhundert vorausgesehen, dass "nur Stämme überleben" werden. Dies scheint sich mehr und mehr zu bewahrheiten und immer wichtiger zu werden. Eine moderne Form ist die des CoGrowing Spaces, des erweiterten CoWork Spaces, und letztendlich die der vernetzten CoGrowing Landschaft (s. Anhang 1).


Auf diese Weise wird die #Schwarm-Gruppe zum Nukleus für eine neue #THETA-Gesellschaft, die sich rasch und friktionsfrei aus der Gesamtheit der #Schwarm-Gruppen bildet. Scheinbare „Differenzen“ können durch #Ältestenräte effizient und optimal beigelegt werden, sind aber eher einem Beta-sprachlichem Missverständnis zuzuordnen, das sich in THETA auflöst.


Der Prozess der Bildung einer #Schwarm-Gruppe ist in ihren Grundstrukturen dank THETA leicht und rasch zu absolvieren. Folgende Stadien werden durchlaufen:

  • Sich selbst finden - vom Beta über Alpha zum THETA

  • Sich einfinden in eine #Schwarm-Gruppe - THETA experimentieren und Einendes finden

  • #Schwarm-Gruppe üben - die THETA-Rollen einnehmen und erleben - Erwachsene und Kinder

  • #Schwarm-Gruppe sein - THETA-Gemeinschaft sein und Nukleus werden

Potenziell entsteht danach regelmäßig das Bedürfnis, die #Schwarm-Gruppe weiter zu leben und/oder in die „Welt“ zu gehen und eigene #Schwarm-Gruppen als Nukleus zu gründen.



Was ändert sich durch THETA und die #Schwarm-Gruppe?


THETA hat die Potenz, die unvollendet gelebten Rollen in die Vollendung zu führen und aus einer Person eine vollständig erwachsene Persönlichkeit zu formen, einen Menschen, einen Mann oder ein Weib. Zudem lässt es Kinder gesund, natürlich und mit Bezug zur Schöpfung sowie in geeigneten Phasen mit überleitenden, wahrhaft gelebten Übergangs-Ritualen heranwachsen.


Darüber hinaus eröffnet es:

  • den uneingeschränkten Zugang zum unendlichen #Wissen und dem gesamten #Erdenwissen

  • die Entwicklung wahrer Weisheit im eigenen SEIN und der eigenen angestammten Rolle und der individuellen #Bestimmung,

  • die Zeit und die Muße, sich den in Artikel 7 dargestellten Dingen zuzuwenden,

  • die Potenz, eine friedvoll zusammenwirkende und sinnstiftende #Gesellschaft zu bilden, im Einklang mit der Natur,

  • hocheffiziente, konsensfähige Lösungen zu finden und zu entscheiden sowie sinnvolle Projekte zu entwickeln,

  • unnötige Hierarchien abzubauen, selbstbestimmt zu leben und in einem #Ältestenrat der Gemeinschaft zu dienen,

  • Misstrauen in Vertrauen zu wandeln und Dissonanz in Akzeptanz, Konsens sowie respektierend Annahme,

  • inneres und äußeres Alleinsein zu beenden

  • und bedingungslose Liebe zu erfahren und zu leben.

Die weiteren AusWIRKUNGEN sind unabsehbar, selbst für einen Visionär. Es ist anscheinend unsere erste Chance, solches zu leben, und potenziell auch unsere letzte. Aber es fühlt sich himmlisch an.


Let‘s rock ‘n roll!


Lasst uns das DAS WORT und das ICH WEISS! gemeinsam entrollen und die Geschenke der Schöpfung auspacken.



© Jonathan.Academy, 2020


Fortsetzung - Teil 10 Literatur:

Shakti Gawain, Leben im Licht (medimops, Amazon)

Vine DeLoria, Nur Stämme werden überleben (medimops, Amazon)

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