Unsere Emotionalität "befeuert" das Lernen und Behalten

Aktualisiert: Okt 10


Theta-Learning - Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 5

von Hanna Marie Walther, Stefan Sohst und Günter Lau



Emotionen, Gefühle und Emotionalität sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens und, wie wir erkannt haben, sogar essenziell für den Prozess des Lernens. Deswegen widmen wir dem einen eigenen Artikel, auch um zu unterscheiden zwischen Emotionen, Gefühlen etc., und Emotionalität. Denn emotional zu sein, gefühlsbetont zu sein, unterscheidet sich von der emotionalen Aufladung im Prozess des Lernens - das gilt es zu erklären und die Bedeutung für das Lernen zu erkennen. Die Unterscheidung bedeutet hier allerdings in keiner Weise eine Wertung. Beides gehört zum Leben auf diesem Planeten, ja es macht es geradezu aus.



Was genau sind denn nun Emotionen und Emotionalität? Die Wissenschaft tut sich schwer mit der Definition (noch immer gibt es keine präzise wissenschaftliche) und der Durchdringung dieses Phänomens. Denn der Fachbereich Emotionspsychologie ist gleichzeitig mit Sigmund Freuds Psychoanalyse entstanden. Da sich das Thema Emotionen aber wesentlich sperriger darstellte, setzte sich zunächst die analytische Psychologie von Freud durch und die Emotionspsychologie trat unberechtigterweise in den Hintergrund.


Aus unserer Sicht ist die Psychoanalyse in der Praxis der Psychotherapie tatsächlich viel sperriger als die in neuerer Zeit wieder hoffähig gewordene Emotionspsychologie. In ihr werden inzwischen deutlich einfachere und effektivere Wege, eigentlich sogar ganz neue Wege, beschritten, die der Psychologie und der Psychotherapie neue Horizonte eröffnen. Und nicht nur wir haben erkannt, dass Emotionalität beim Lernen eine essenzielle Zutat ist. Menschen wie Professor Gerald Hüther und Professor Mikhail Schetinin zeigen klar auf, dass Emotionen, die Vertrauen schaffen und Begeisterung erzeugen, das Lernen wesentlich erleichtern.


Das ist aber nicht alles. Wie wir nachfolgend zeigen werden, ist die emotionale Aufladung entscheidend für das "Downloaden" von Informationen, das Speichern, das Entschlüsseln und das Verstehen und Ausdrücken von Wissen. Deswegen mussten wir, angeleitet von Stefan, unserem Experten für Emotionen, ganz tief hineintauchen in das Thema, um Supra-Lernen überhaupt verstehen und nutzen zu können. Noch tiefergehend zu nutzen, als wir ursprünglich gedacht haben.


Versuchen wir zu Anfang ein paar Definition. Noch immer wird die Definition von Emotion und Gefühlen wissenschaftlich kontrovers behandelt, insbesondere was sich von wem ableitet. Wir haben uns der Richtung angeschlossen, die sieben Emotionen als grundlegend für die Ableitung von Gefühlen (und Stimmungen, Affekten etc.) erkannt hat. Das sind die sogenannten Basisemotionen nach Paul Ekman: Wut, Ekel, Verachtung, Freude, Trauer, Angst und Überraschung.


In der Psychotherapie haben wir es praktisch ausschließlich mit überdimensionierten, „negativ“ empfundenen Emotionen wie Angst, Wut und Trauer zu tun sowie von ihnen ausgelösten „Traumata“ und „Besessenheiten“ und ihrer liebevollen „Besänftigung“.

Beim Lernen geht es jedoch um eine emotionale Aufladung von Informationen und Wissen bei der Beschaffung und Speicherung und ihrer Verarbeitung zu Kenntnissen und Fertigkeiten. Dabei begleitet eine tiefgreifende und umfassende Emotionalität den gesamten Lernprozess.



Der Aufstieg der Emotionalität


„Es war 2007 als Bücher wie „The Secret“ in großer Zahl auf den Markt kamen, um uns zu erklären, dass das, was wir gefühlt manifestieren, also das, was wir uns wirklich intensiv vor unser geistiges Auge halten, hinterher die Realität unseres Lebens wird. Also: Was du heute fühlst wird deine Realität von Morgen. Rosige Aussichten? Oder schwieriger Ansatz?


Damals, als diese Bücher neu erschienen, war der humanistische Rationalismus noch tief verankert in unserer Welt. Was Rhonda Byrne uns anbot, war genau das Gegenteil von dem was ich und viele andere von Haus aus gelernt hatten. Was hat das mit Emotionen zu tun? Nun, um den ersten Trugschluss aufzuklären: Gefühle sind die Folge von Emotionen.


Deshalb haben unsere Emotionen einen hochgradig lenkenden Effekt auf uns. Und da die Reputation von gelebter Emotionalität durchaus nicht die beste ist, sollten wir uns ein bisschen mit unserem kulturellen Hintergrund beschäftigen. Sonst laufen wir Gefahr – von unseren eigenen Emotionen unbewusst gelenkt – uns gegen unsere Emotionen zu stellen. Kurios, oder?


Ich bin Anfang der Sechziger geboren. Das war eine Zeit, in der unsere westliche Welt das Vorbild für Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung war. Kreativität, Wissen und harte Arbeit schienen das Erfolgsrezept für ein erfolgreiches Leben. Wer nicht erfolgreich war hatte selbst schuld, wer etwas nicht wusste war dumm und galt als faul, jeder kümmerte sich um „seinen

eigenen Kram“. Den anderen in ihren Kram hineinzureden war nicht nur unhöflich, sondern ein absolutes No-Go.


Wer studiert hatte konnte sich auf ein anständiges Gehalt freuen und die Chefs hatten die Macht. Viele glauben bis heute, dass es so sei und verzweifeln wiederkehrend an der Differenz zwischen Planung und Ergebnis. Menschen machen Ausbildungen bis zum Abwinken, aber es gelingt vielen nur schwer, ihre unglaubliche Expertise zu der Anerkennung zu bringen die sie aus ihrer Sicht verdienen – sei sie finanziell oder eben wenigstens ideell.


War es früher der Fleiß, so scheint es heute zuweilen „das große Maul“ zu sein, mit dem wir heute punkten. „Bad news are good news“ gilt indes schon länger, insbesondere im Journalismus. Aber jetzt werden diese News auch noch künstlich produziert. Für jede banale Nachricht gibt es eine reißerische Überschrift. Außerdem sind es selbst unsere Politiker, die uns vormachen, dass Sachkenntnis sekundär ist. Ob du erfolgreich bist, hängt davon ab, wie mächtig du dich auf die Bühne des Lebens bringst. Leute wie Trump und Johnson führen unsere Welt vor und beleidigen jede Verstandesleistung. Das frustrierende: Sie haben Erfolg und setzen sich auf eine Weise durch, die vielen Menschen Angst macht.


Warum nur schaffen die das? Der Grund ist der gleiche, warum der ahnungslose Kollege befördert wird und der fleißige Fachmann seine Arbeit macht und dabei schlechter bezahlt wird. Und die gute Nachricht ist die: Wenn dir das schon vor der Lektüre dieses Artikels aufgefallen ist, dann gehörst du zu den glücklichen Menschen, die ausreichend motiviert sein könnten, das Leben mal durch eine ganz andere Brille zu betrachten. Wenn du dich mit deinen Emotionen beschäftigst, lernst du zwei wichtige Dinge:


Erstens warum manche Dinge gegen allen Verstand so sind wie sie sind und zweitens, wie du an diesem Umstand etwas ändern kannst.


Also komme mit auf einen Ausflug in deine innere Welt, da wo alle menschliche Kraft beginnt, da wo deine Gefühle entstehen und da wo sich entscheidet, was du morgen erleben wirst. Und all das ist das Ziel von Lernen!“ <Stefan Sohst>


Carl Rogers war der erste, der es bei der Entwicklung der #klientenzentrierten Gesprächstherapie und dem Ausbau zur #Humanistischen Psychologie herausfand und es klar ausdrückte. Nachdem der Neurologen Kurt Goldstein eine #Selbstaktualisierungs-Tendenz des menschlichen Organismus postuliert hatte, erkannte Rogers, dass wir auch psychisch eine sogenannte #Aktualisierungstendenz besitzen und aus uns selbst heraus danach streben, uns „zu entfalten und zu erhalten“. Wir wollen also schlicht stets und permanent lernen - „von der Wiege bis zur Bahre“.


Bereits Friedrich Nietzsche trennte nicht zwischen emotionalem und kognitivem Aspekt: „Hinter den Gefühlen stehen Urteile und Wertschätzungen, welche in der Form von Gefühlen (Neigungen, Abneigungen) uns vererbt sind.“ Im Prinzip erklärte uns dann Carl Rogers, dass Lernen und Psyche wahrscheinlich enger miteinander verknüpft sind als der Verstand und das Lernen oder dass beides zu mindestens gleichwertig nebeneinander existiert.


Schwer zu akzeptieren für Menschen, die stolz auf ihren Intellekt und das mühsam über den Verstand erworbene Wissen sind und die dadurch scheinbar mögliche Beherrschung von Gefühlen. Sobald man jedoch diese Hürde überwunden hat und sich erlaubt, in die Welt des Theta einzusteigen, tun sich neue ungeahnte „Universen“ auf, wie sie lebendiger, bunter, vielfältiger, freudvoller, lehrreicher, informativer und begeisternder und zugleich einfacher und natürlicher nicht sein könnten - einfach „Wiki-Ah-mäßig“! Wer wusste schon, dass das in uns allen - ruht? OK, ein paar Schamanen schon.


Gehen wir einmal tiefer ins Thema - und hier hilft wieder einmal Wiki(pedia):


„Eine Emotion

  • ist verhaltenssteuernd,

  • variiert in der Ausprägung mit der Bedeutsamkeit der Situation,

  • besteht in einer spezifischen körperlichen Aktivierung, die der Situationsanpassung dient,

  • ist verortbar vor allem im limbischen System,

  • wird spürbar vor allem als Muskelaktivität,

  • ist messbar in der Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter (Serotonin, Adrenalin, Oxytocin usw.),

  • kann bewusst wahrgenommen werden und, im Unterschied zum Affekt, beeinflusst werden.

Emotionalität und das Adjektiv emotional sind Sammelbegriffe für individuelle Eigenarten des Gefühlslebens, der Affektsteuerung und des Umgangs mit einer Gemütsbewegung.“



Emotionalität steuert das Lernen


Wir werden hier sehen, dass unsere Emotionalität uns noch viel mehr schenkt, nämlich einen andersgearteten hocheffektiven Zugang zu allen gewünschten und „jetzt wichtigen und benötigten“ Informationen. Beim Lernen durchlaufen wir offensichtlich, meist blitzschnell, zyklisch alle Basisemotionen, was uns dabei hilft, die erfahrenen Informationen in unseren „Datenspeichern“ stets abrufbar zu verankern. Siehe hierzu „Stefan´s Emotionen-Zyklus beim Lernen“ im Anhang.


Zum Ausdruck von Emotionen prägte der Schweizer Philosoph Anton Marty den Begriff Emotive(lateinisch: e-motus), was u.a. „herausbewegt“ bedeutet. Tatsächlich bewegen wir uns mit ein wenig Übung via einer bisher unerklärlichen Emotionalität aus unserem Beta-Alltagsbewusstsein blitzschnell in den Theta-Zustand unseres Gehirns. Ab da ist Ungeahntes, Unerwartetes und schier Unglaubliches möglich - und mit einer Leichtigkeit, Freude und Begeisterung, die völlig überrascht und fasziniert.


„Emotionalität“, im Sinne von “empathisch-emotional (mit)schwingen und (mit)fühlen“, ist also enorm wichtig, quasi essentiell, für den supra-schnellen Lernprozess. Schauen wir uns doch einmal genau an, wo und wobei.



Der Prozess der Informations-Verarbeitung


Der Prozess beginnt mit dem Zugriff auf DAS WORT nachdem ich im Theta-Raum meine essenzielle Frage gestellt habe. Hier erlebe ich das Ergebnis meiner Antwortsequenz als das Gefühl von ICH WEISS! mit einem fast euphorischen Glücksgefühl und einer klaren Sicherheit, dass ich richtig fühle. Das komplette Informations-PAKET ist downgeloaded.

Nun beginnt eine zweite Phase, die auch nur gefühlt und nicht kognitiv erfasst werden kann. Ein bisher unerklärliches aber dennoch klares Gefühl sagt mir, welche Informations-Päckchen jetzt, in diesem Moment, zur (vorläufigen aber dennoch zur Zeit vollständigen) Beantwortung der Frage benötigt werden. Diese wähle ich aus und „packe sie aus“, um sie zu begreifen.


#Begreifen ist nun die dritte und letzte Phase. In ihr beginne ich die komplexen Informationsknäuel in großer Klarheit aus dem “Ich weiß“-Gefühl heraus zu entrollen. Zunächst als #Schlüssel-Begriffe und -Sätze, die gefühlt noch immer unendlich viele flache Worte/Sätze oder Handlungen, Bewegungen und andere Ausdrucksformen enthalten. Zum Schluss bleiben die „Überschriften“ übrig, die ich genau jetzt benötige - und nicht die, die ich in ein paar Jahren oder in meinem nächsten Leben brauche.


Manche Antworten benötigen mehr “Überschriften“, als sie in einer einzigen, für unser Gehirn begreifbaren Entrollungs-Sequenz entrollt werden können und daher in mehrere Sequenzen aufgeteilt werden müssen. Jetzt beginnt etwas, das wir das #Lernpendel getauft haben.



Das Lernpendel


Das Bild zeigt den deutlichen Unterschied zwischen einem Menschen im Beta-Lernprozess und einem weiteren in einem Gruppen-Lernprozess unter Nutzung des Thetawellen-Zustands. Im Beta-Zustand werden die ursprünglichen natürlichen Ressourcen praktisch nicht oder nur wenig angesprochen - der Mensch bleibt im schmalspurigen Verstand.


Das Theta Learning, insbesondere in einer Gruppe, erzeugt dagegen ein wahres Feuerwerk an gemeinsamem, hocheffektivem, tiefgründigem Lernen "auf den Punkt" und an kreativer Schaffung von neuem Wissen. Und das noch dazu innerhalb unvorstellbar kurzer Zeit. immer wieder pendeln die Gruppenmitglieder zurück in das gemeinsam abgerufenen Informations-PAKET, rufen einzelne Päckchen auf und entschlüsseln sie.


Immer wieder unterbrechen sie den jeweils Sprechenden, weil schon auf der #Schlüssel-Ebene "begriffen" wird und die Sätze nicht vervollständigt werden müssen. Stattdessen scheint jeder #Schlüsselbegriff erneut eine große Inspiration für weitere Entschlüsselung zu sein.


Für Außenstehende (im Beta-Zustand) ist es ein buntes, eher lustiges, scheinbares Durcheinander wie bei Kindern im Bällebad - und irgendwie unverständlich. Ständig fliegen irgendwelche Informations-"Bälle" hin und her und werden aufgefangen und weitergespielt. Dabei entsteht ein faszinierendes, aber unverständliches #Schaubild aus Zeichnungen und #Schlüsselworten, das total emotional aufgeladen ist, wie der ganze Prozess selbst. Klar, dass niemand mehr etwas davon vergisst, obwohl die enthaltene Information noch immer hochverdichtet ist und einem Menschen im Beta-Zustand erst einmal lang und breit erläutert werden muss - emotional und begeistert selbstverständlich.


Die gestrichelte Schnittstelle zwischen den beiden lernenden Akteuren hat große Bedeutung, denn sie kann trennend oder verbinden sein. Ist das Gegenüber skeptisch bis misstrauisch oder gar ängstlich, dann werden die Informationen nur spärlich bis gar nicht bei ihm ankommen und vor allem mehr oder minder schnell im Mülleimer seines Gehirns landen - sprich vergessen werden. Dann wirkt die Schnittstelle im Ergebnis wie ein Filter für die Informationen.


Ist das Gegenüber aber ein offener und vertrauensvoller Lernpartner, lässt er sich vielleicht sogar von der Begeisterung des Anderen anstecken und fängt ebenso an, in Theta zu "leuchten". Es entsteht, wie bei den oben genannten Gruppenmitgliedern, ein GÖTTLICHER RAUM zwischen beiden und effektives, supra-schnelles Lernen kann beginnen - wie mit einem Nürnberger Trichter.



Kristina Andrea Frank schrieb einmal: „Berührung und Beziehung sind zwei Wörter, die wir schnell um uns werfen, doch wahrhaftig sich zu begegnen, ist eine Kunst. Ohne Masken, ohne Ausreden, ohne Small-Talk, ohne viele Worte, den Gefühlen im eigenen Körper folgend, das ist für mich wahre Berührung. Und erst dann kann ich auch wirklich in Beziehung gehen - zu mir selbst, meinem Partner, meinen Kindern.


Unser wildes Herz spielt dabei eine wichtige Rolle, der Punkt, wo wir in unseren Körper treten und ihn berühren. Diesen Punkt zu finden und zu entdecken, ist der Beginn einer wundervollen Liebesgeschichte - der Liebe zu dir selbst - zu dem was ewig existiert und nie vergeht.“


Wenn wir es schaffen, uns selbst, den Mitgliedern der Gruppe und letztendlich auch “GOTT“ und seiner #SCHÖPFUNG in diesem Prozess vertrauend zu begegnen, dann werden wir nicht nur auf einzigartige und unnachahmliche Weise lernen, sondern auch mit all den Anderen in eine tiefe, liebende Beziehung gehen.



© Jonathan.Academy, 2020

Fortsetzung - Teil 6



Anhang: Stefan’s Emotionen-Zyklus beim Lernen


Sieben Emotionen geben die Grundfolge jedes Veränderungsprozesses wieder - so auch beim Lernen. So wie es unterschiedliche Zeit-Zyklen gibt, Sonnenzyklen wie Jahre, Mondzyklen (4 Wochen) und Tage (24 Stunden), so gibt es auch zyklische Veränderungen in der Wirtschaft, in der Besiedlung von Wohngebieten, in der Entwicklung von natürlichem Wachstum.


Einem Zyklus zu folgen hat eine große Gewinnchance, sich ihm zu widersetzen, kann große Schwierigkeiten mit sich bringen, weil unser biologisches Leben sich mit all den Zyklen entwickelt hat. Alles hat also natürliche Zyklen und Regeln. So auch die Nutzung unserer Emotionen - auch wenn uns das nicht geläufig bzw. nicht bewusst ist.


An dieser Stelle betrachten wir das siebte NET Gesetz basiert auf dem dritten emotionalen Gesetz: Die Komplementär-Emotion unterstützt die Ausgangsemotion.


Wenn ich von einer Ausgangsemotion drei Schritte im Uhrzeigersinn weiter gehe, komme ich zur Komplementär-Emotion. Das ist z.B. bei der Entschlossenheit die Immunität. Wenn ich länger in erhöhter

Entschlossenheit bleiben will, brauche ich eine gute Portion Immunität, sonst werde ich schnell erschöpft sein.


Der Transformation-Zyklus ergibt sich aus einer Kette von Komplementäremotionen wie folgt:


Start und Ziel

Du kannst an jedem Punkt in den NET-TC (NET-Transformation-Cycle) einsteigen. Am besten bewährt hat sich für eine bewusste Transformation allerdings die Freude. Egal, ob du allein einen Prozess durchläufst, oder es gemeinsam mit Anderen tust, die Freude liefert den maximalen Kohärenz-Einstieg in dir selbst und mit deinen Mitmenschen.


Freude braucht zwar etwas Übung, aber wenn sie aufgebaut ist, liefert sie bereits eine kraftvolle Energie und sogt gewissermaßen für gefüllte Akkus, die dich durch den Prozess hindurchträgt.


1. Das dankbare Glück


Beteiligte Emotionen: Ankommen und Abschied


Die Freude über die Gegenwart vertieft sich zur Dankbarkeit, die die Gegenwart in kleinen Stücken an die Vergangenheit weiterreicht. Langsam überwiegt der Abschied von der Komplexität der Gegenwart und bereitet einen freien Tisch für Neues, das ersehnt aber noch nicht angekommen ist.

Leitsatz: Es war so schön und ich eröffne mein Feld für etwas Neues.


Ritual: Ich gehe durch den Flur in Raum meiner Farbe.


2. Die befreite Offenheit


Beteiligte Emotionen: Abschied und Erstaunen.


Die Schwere des Abschieds weicht der aufgeschlossenen Erwartung in Form von Neugier. Was erwartet mich? Was will ich erleben? Was stimuliert mein Wesen? Wo möchte ich eintauchen? Ich empfange die Vision.


Leitsatz: Aus der Tiefe folge ich meinem Herzen ins Licht.


Ritual: Die vor dem Prozess formulierte Startfrage aufgreifen und „DAS WORT“ aussprechen.


3. Die neugierige Aufmerksamkeit


Beteiligte Emotionen: Erstaunen und Aufmerksamkeit


Das Packet ist ausgeliefert, die Vision empfangen, ich bin aufgewühlt und will verstehen. Ich

betrachte genau was ich gesehen habe und beschreibe es mit Worten aus meiner bisherigen Welt. Ich stelle Fragen, finde die Struktur des Empfangenen und beginne den Prozess der Integration.


Leitsatz: Was sagt mir das, was könnten die Folgen sein, worin liegt der Sinn?


Ritual: Bewege dich im Wasser der neuen Vision, probiere aus, Spiel dein Spiel!


4. Aufmerksam entscheiden


Beteiligte Emotionen: Aufmerksamkeit und Klarheit


Das Neue hat Form gewonnen und lässt sich integrieren. Welche Erkenntnis könnte wohin gehören? Was sortiere ich aus? Wie passt das in meine Werte? Die Aufmerksamkeit weicht einer scharfkantigen Erkenntnis die sich auf das Tun vorbereitet.


Leitsatz: ich gewinne Klarheit


Ritual: “DAS WORT“ findet den Begriff


5. Entschiedene Umsetzung


Beteiligte Emotionen: Klarheit und Angriff


Die Entscheidungen sind getroffen jetzt geht es darum, das Rad des Tuns in Bewegung zu bringen, denn erst wenn die Erkenntnis in Tun verwandelt wird, wird sie zur Fertigkeit. Entschlossenheit ist jetzt gefragt, die Vision kraftvoll in die Tat bringen und damit die Entscheidung befestigen.


Leitsatz: Wenn ich es tue gehört es mir.


Ritual: Alles was hilft die Erkenntnis zu verankern


6. Kraftvoll verteidigen


Beteiligte Emotionen: Angriff und Widerstand


Wenn du dich bewegst, beginnt der Gegenwind. Der kommt von außen und von innen und soll deinen erklärten Willen stärken. Das Ziel: Die neue Kohärenz mit der integrierten, nun Wirklichkeit gewordenen ehemaligen Vision.


Leitsatz: Ich gebe alles bis ans Ziel.

Ritual: Weiter laufen bis zum Ziel


7. Die stolze Heimkehr


Beteiligte Emotionen: Widerstand und Ankommen


Der Dschungel lichtet sich. Erhobenen Hauptes trete ich auf die Lichtung und feiere den Sieg. Ich genieße mit meine Gefährten, bis zum nächsten Abenteuer.


Leitsatz: Es ist vollbracht.


Ritual: Umarme Deine Wegbegleiter!


Gegebenenfalls erneuter Start des Zyklusses.

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