18. Das Lernen, Arbeiten und Leben im Peak State assistieren

Aktualisiert: Feb 3


Supra-Lernen im Zen-Modus - Teil 18


von Günter Chetano Lau



Die Begleitung von Menschen im Lernen, Arbeiten und Leben ist eine herausragende und äußerst verantwortungsvolle Tätigkeit, weil sie ihr Leben maßgeblich beeinflusst. Insofern ist es von größter Wichtigkeit, dass solche Begleiter zum einen menschlich integer und geklärt sind und zum anderen möglichst gut auf diese Aufgabe vorbereitet sind.


Alle bisherigen experimentellen Lernsysteme, insbesondere die, die in irgendeiner Form von Einzelnen GEFÜHRT wurden und/oder einer Didaktik folgten, sind gescheitert oder drohen zu scheitern. Im Prinzip gilt das sogar anscheinend für alle menschlichen Systeme. Die erwachende Menschheit benötigt keine weltliche FÜHRUNG mehr und keine „Führer“. Sie ist wach und lebt – ihr eigenes Ding. Und jeder kann und wird zukünftig aus den nicht mehr passenden Gemeinschaften aussteigen und gegebenenfalls Nukleus – aber nicht Führer – einer neuen Gemeinschaft sein.



Wie wir in jüngster Zeit beobachten konnten, sind insbesondere die herausragendsten, fortgeschrittensten Alternativen Lernsysteme wie Laising, Weinbergschule und sogar Schetinins Schule in Tekos gescheitert, weil sie von Einzelnen „geführt“ wurden und nicht eingebettet waren in eine größere, sie tragende Gemeinschaft und weise Strukturen.


Seit langem überfällig beginnt nun sichtbar zu werden, dass auch das staatliche Schulsystem zu scheitern beginnt, weil es u.a. zu unflexibel ist, um auf den allgemeinen Wandel und Herausforderungen zu reagieren. Bis heute sind die Mängel, die der UN-Sonderberichterstatter, Venor Munoz, 2006 im deutschen Schulsystem feststellte, nicht einmal annähernd abgestellt.


Jetzt rächt sich das und es beginnt sich derzeit von innen heraus aufzulösen, weil auch immer mehr Lehrer nicht mehr bereit sind, es mitzutragen und Veränderungen direkt oder indirekt (z.B. durch Erkrankung) einfordern bzw. ausscheren. Auch der Druck der frustrierten Eltern wird immer größer, weil sie erkennen, was das Schulsystem mit ihren Kindern macht.

Lasst uns dieses Vorgehen nicht mehr wiederholen! Die Zeichen der Zeit sind klar erkennbar. Es braucht neue Strukturen und eine Mathetik – eine Kunst des Lernens und des Lebens, die den Menschen das natürliche Lernen und SEIN wieder ermöglicht.


Die Vorgaben des UN-Sonderberichterstatters* können dabei als Leitlinien dienen: „Der Sonderberichterstatter stellt fest, dass die erfolgreiche Reform des gesamten deutschen Bildungssystems als Ganzes sowohl inhaltlicher als auch struktureller Reformen bedarf. Es sollten sieben Kernbereiche herausgestellt werden:


1) Wandel von einem selektiven Bildungssystem zu einem System, bei dem das Individuum unterstützt wird und dessen spezifische Lernfähigkeiten im Mittelpunkt stehen;


2) Größere Unabhängigkeit der Schulen, dies bedeutet, dass Schulen flexibel und autonom in der Nutzung ihrer Finanzen, der Einstellung von Lehrern und der Umsetzung der zentralen Zielsetzungen sein sollten;


3) Verbesserung der Bildungsinhalte und Methoden, insbesondere durch eine systematische Sprachausbildung der Migranten, die Verstärkung der Lesefähigkeiten und die Einführung neuer Medien;


4) Verstärkung der demokratischen Schulkultur, indem man dem Kind mehr Autonomie und die Möglichkeit gibt, seine Kompetenzen einzusetzen;


5) Die Strukturen sollten so gestaltet werden, dass sie jedem die Chance geben, sein/ihr Potenzial auszuschöpfen, beispielsweise durch verstärkte Kindergartenangebote, die Einführung von Ganztagsschulen und den Verzicht auf ein gegliedertes Schulsystem. Im Hinblick auf das Letztgenannte sollte festgehalten werden, dass – trotz erfolgreicher ausländischer Beispiele eines Schulsystems für alle Schüler, durch das Kinder die Möglichkeit haben, für einen längeren Zeitraum gemeinsam zu lernen und durch das alle angehalten werden, bessere Ergebnisse zu erzielen – die Diskussion über das mehrgliedrige System, das der Sonderberichterstatter für extrem selektiv hält, große Angst und Widerstand auszulösen scheint, insbesondere Besorgnis über den Verlust von Privilegien für diejenigen, die am meisten vom aktuellen System profitieren;


6) Eine andere Ausbildung für Lehrer, die nicht nur in ihrem Fachgebiet spezialisiert sein sollten, sondern auch auf pädagogischer Ebene;


7) stärkere Investitionen und mehr Finanzmittel für frühkindliche Unterstützung, dafür sollten die Finanzen besser investiert und verteilt werden.“


<Venor Munoz>


Wir werden das in „Mathetik 2 - Das Praxis-Handbuch“ noch einmal dezidiert aufgreifen und aufzeigen, wie das, beispielsweise in Außerschulischen Lernorten (ASL), umgesetzt werden kann.



Mit Mathetik begleiten


Wir haben eine Ausbildung entwickelt – die vier-stufige Vier-Phasen-Ausbildung in Mathetik – die den hohen Anforderungen nach unserem heutigen Erkenntnisstand optimal entspricht. Und nicht nur das. In Verbindung mit den ASL und dem System der Lernassistenten lässt sie sich krisensicher praktisch einsetzen.


Begleiten lässt sich im ersten Schritt notfallmäßig rasch einführen (s. Anlage 2). Anders jedoch das im zweiten Schritt notwendige, supervidierende #Anleiten der Lernassistenten. Das ist nicht mal eben durch ein paar Abendkurse zu erlernen. Die notwendige, fundierte Ausbildung, besser selbständige, angeleitete Erkundung, wird innerhalb von mehreren Jahren bis zu vier Mal durchlaufen – mit jeweils unterschiedliche