Lernsystem nach Rudolf Steiner - Waldorf-Schulen

Aktualisiert: Juni 1


Waldorf-Schule, DER Vorreiter und „Marktführer“ der alternativen Schulen. Die Waldorfpädagogik wurde um 1920 durch Rudolf Steiner auf der Grundlage der von ihm selbst begründeten Anthroposophie entwickelt. Sie wird der Reformpädagogik zugerechnet. Im Jahre 1973 wurde das Institut für Waldorf-Pädagogik in Witten gegründet, das dieses Lernsystem lehrt und weiterentwickelt.

Steiner konzipierte die Waldorf-Pädagogik an der 1919 in Stuttgart eröffneten Betriebsschule für die Kinder der Arbeiter und Angestellten der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik (heute Freie Waldorf-Schule Uhlandshöhe). Nach diesem Vorbild entstanden bald auch an anderen Orten sogenannte Waldorf-Schulen, zunächst in Deutschland, dann aber auch in anderen Ländern. Heute wird die Waldorf-Pädagogik weltweit praktiziert.


Die Waldorf-Pädagogik gründet sich im Wesentlichen auf das von Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte anthroposophische Menschenbild. Im Sinne der sozialen Dreigliederung versucht Steiner, die Grundsätze der Freiheit der Kultur, die Gleichheit in der politischen Gemeinschaft und die Brüderlichkeit im wirtschaftlichen Leben in die Praxis umzusetzen.


Zu Steiners anthropologischen Hypothesen gehören die Lehren von der Drei- und Viergliederung des Menschen und die Temperamentenlehre:


Die Dreigliederung des Menschen in Geist, Seele und Leib und die Einteilung der Seelenfähigkeiten in Denken, Fühlen und Wollen zieht im pädagogischen Bereich die Forderung zur gleichberechtigten Schulung von „Denken, Fühlen und Wollen“ nach sich.

Die Viergliederung des Menschen beschreibt neben dem physischen Körper drei weitere „Wesensglieder“ des Menschen, die nur übersinnlich wahrnehmbar sind. Der Ätherleib sei Träger der Wachstumskräfte, der Astralleib Träger des Seelenlebens und das Ich ein unsterblicher, geistiger Kern im Menschen. Jedes dieser Glieder verlässt zu einem bestimmten Zeitpunkt des Lebens seine übersinnliche Hülle, werde also „geboren“, wie der physische Leib geboren wird, indem er die leibliche Hülle der Gebärmutter verlässt. Diese übersinnlichen Geburten erfolgten in Abständen von sieben Jahren, weshalb die anthroposophische Anthropologie die Entwicklung des Kindes in Jahrsiebte einteilt.




Persönliches Fazit:



Vom Ursprung her konzipierte Steiner ein neues soziales Weltbild mit einem offenen, sozialen und spirituellen Menschen als Mittelpunkt. Seine daraus abgeleitete Waldorf-Pädagogik wurde allerdings, der Gesetzeslage angepasst, doch stark verändert.


Dennoch erkennt man auch hier das Prinzip:


Weitestgehend lassen und zutrauen.


Quellen:


(1) Wikipedia

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