„Silicon Valley hoch 3“ - made in Germany

Aktualisiert: Sept 9


Die Entstehung einer innovativen Wachstumslandschaft


Was bedeutet CoLearning für arbeitende Menschen und insbesondere Schüler in der jetzigen Krise und in Zukunft oder wie aus CoWorking und CoLearning eine CoGrowing-Landschaft entsteht. Das Konzept der Lernassistent/innen wurde passend ergänzt um das Konzept des CoLearning-Space. Nicht nur in Krisensituationen wie den derzeitigen, sondern insbesondere auch für den ländlichen Raum kann dieses als eine zukünftige Lösung angesehen werden und eine Alternative zum ländlichen Schulsterben bieten. 


Wir propagieren damit nicht etwa das Wiederaufleben der ehemaligen Zwergschule, sondern stattdessen eine intelligente Komplettlösung in einem Gesamtkonzept „Innovatives Schulsystem“.

Das Konzept des CoLearning-Space kann singulär umgesetzt werden. Ideal ist aber eine Umsetzung in den landesweit existierenden und in der Krise und in Zukunft verstärkt entstehenden ländlichen CoWork-Spaces bzw. auch in städtischen Groß-Workspaces wie dem der Axel Springer SE in Berlin. 

Auf diese Weise kann, zusammen mit potenziell zu ergänzenden CoStudy-Spaces, letztendlich sogar ein CoGrowing-Space zusammenwachsen. Verbindet man die gleichartigen, ländlichen und städtischen Spaces zu einer informellen, elektronisch vernetzte Gesamtlösung - einer vernetzten CoGrowing-Landschaft - entsteht etwas, das die Potenz eines „Silicon Valley“ noch weit übertreffen kann - „Made in Germany“. 

Das Konzept „CoLearning-Space“ als Teil des Modells „Innovative CoGrowing-Landschaft“


Co (...) Space schafft einen noch wenig bekannten aber hochinteressanten Raum der Möglichkeiten für ein neues Zusammen. Ein Zusammen, das sich inzwischen als ein latenter Herzenswunsch vieler entpuppte und von der Corona-Krise befeuert wurde. Die hier als Modell benannte CoGrowing-Landschaft definiert sich als ein landesweites Wachstums-Netzwerk aller CoGrowing-Spaces mit der Chance auf Erfüllung dieses Wunsches und auf Lösung derzeitiger drängender Fragen.



Ein CoGrowing-Space besteht im Idealfall aus dem zentralen Nukleus, CoWork-Space, umgeben von einem CoStudy-Space, einem CoLearning-Space und einer CoGrowing-Kita. Hier können erwachsene Menschen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der näheren Umgebung in Zirkeln von kleinen Gruppen (6-8 Gruppenmitglieder) gemeinsam arbeiten, studieren und lernen. Gleichzeitig organisieren und verwalten sie sich entsprechend ihren Bedürfnissen selbst und sind sowohl persönlich physisch als auch informell elektronisch vernetzt. Einzel- und Gruppenprojekte aber auch Gruppenprozesse werden gemeinsam er- und durchlebt.


Das Konzept der Lernassistent/innen verbindet sich in idealer Weise mit dem Raum, der sich durch den CoGrowing-Space öffnet, weil durch sie jetzt ein CoLearning-Space entstehen kann. Er erweist sich in vielerlei Hinsicht vorteilhafter als die Ist-Situation:

  • Er bietet die Möglichkeit eines optimalen Schutzes in Krisenzeiten, ohne längeren Shutdown, und erfordert lediglich die Schließung einzelner kleiner Gruppen während einer Inkubationsphase.

  • Er kann informell und leitungstechnisch an eine Regelschule oder Ersatz- bzw. Ergänzungsschule angeschlossen werden, die auch die Externistenprüfungen durchführt, bzw. spezielle Gruppen-Kurse anbietet (z.B. Geräte- oder Mannschafts-Sportunterricht)

  • Er stellt das sogenannte „Dorf“ mit seinen vielfältigen Menschen bereit, das ein Kind erfahrungsgemäß für eine gesunde Entwicklung benötigt. Es erlebt auch, und vor allem, wie man Themen gemeinsam löst. Gleichzeitig sind sie selbst Teil des „Dorfes“ für die Mitglieder anderer Spaces. Dies bedeutet vertikale und horizontale Transparenz und Durchlässigkeit.

  • Er ermöglicht eine optimale Lernumgebung, insbesondere auf dem Land mit seinem Freiraum, seiner vielfältigen Natur und seinen entsprechenden Angeboten. Fehlendes Expertenwissen kann per Vernetzung und auch durch Exkursionen beschafft.

  • Er bietet die Chance, gegebenenfalls von den Kindern gewählte Mitglieder des existierenden CoStudy Spaces (in Form eines Pflichtjahres) als Lernassistent/innen zu nutzen. Idealerweise haben diese Lernassistent/innen bereits den Zyklus eines begleiteten Lernens selbst durchlaufen.

  • Er verschafft den Kindern fortlaufend praktischen Einblick in potenzielle spätere Tätigkeiten, in die sie nahtlos wechseln können und somit ihren eigenen inneren und ihren gesellschaftlichen Auftrag optimal vorbereitet erfüllen.

  • Er kann neue Mitglieder aus der CoGrowing-Kita rekrutieren und bestehende Mitglieder in den CoStudy-Space abgeben, ohne die Kinder aus ihrer gewohnten, vertrauten Umgebung herauszureißen. Erst wenn sie ihr Studium, bzw. ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben, brauchen sie ihren bisherigen Hafen zu verlassen. Sie müssen es aber andererseits nicht, sondern sie können auch nahtlos in den heimischen CoWork-Space.

  • Er erzeugt nicht geringe Vorteile in ökonomischer und ökologischer Hinsicht und reduziert Zeit und Energie fressende, unproduktive Fahrtzeiten in erheblichem Maße. Zeit und Energie, die jetzt für wichtigere Dinge eingesetzt werden kann. 

  • Erweitert um einen horizontal und vertikal wirkenden, coachenden Growing-Assistant bietet sich die Chance auf gemeinsames Wachstum in jeder Hinsicht (s.u. weitere Chancen).

Im Rahmen dieses Konzeptes soll die Gestaltung der CoStudy-Spaces und CoGrowing-Kitas wie folgt nur grob skizziert werden, da sie nicht Gegenstand dieser Ausarbeitung sind:

  1. CoStudy-Space

  • CoStudy-Spaces können weitgehend nach dem Konzept der CoLearning-Spaces organisiert werden und bieten analoge Vorteile.

  • Die Lernassistent/innen werden hier allerdings ersetzt durch sogenannte Learning-Elder, also Lern-Älteste, die aus der jeweiligen altersgemischten Gruppe gewählt werden und für den Gruppenzusammenhalt und die Gruppenorganisation sorgen. Sie sind auch Bindeglieder zu den übrigen Spaces. 

  • Kinder und Erwachsene aus den anderen Spaces können zeitweilig Teil dieser CoStudy-Spaces sein, genauso wie umgekehrt (Transparenz und Durchlässigkeit).

  • Learning-Elder ersetzen einen Anteil der Arbeit der bisherigen Hochschul-Assistent/innen, während diese und die Dozenten und Professoren sich höherwertigen und vernetzenden Aufgaben widmen können, Wissensweitergabe über Chatrooms, innovative Wissensforen und Wissensdatenbanken inklusive. 

2. CoGrowing-Kita

  • CoGrowing-Kitas können weitgehend nach dem Konzept der CoLearning-Spaces organisiert werden und bieten analoge Vorteile.

  • Die Lernassistent/innen werden hier allerdings ersetzt durch Kleinkinder-Assistent/innen, die in der Lernbegleitung von altersgemischten Kleinkindern geschult wurden. 

  • Kinder und Erwachsene aus den anderen Spaces können zeitweilig Teil dieser Spaces sein und umgekehrt (Transparenz und Durchlässigkeit). 

Ausblick auf die weiteren Chancen


Ein CoGrowing-Space sollte als gemeinsamer Raum nicht nur für ein inspirierendes Arbeits- und Lernfeld mit gesteigertem Output verstanden werden, sondern auch als ein Feld für Wachstum in allen menschlichen Richtungen. Ein solcher Space sollte also, dem Namen entsprechend, eine Entwicklung und ein Zusammenwachsen auf allen Ebenen bieten. 


Insoweit sollte dieser Space im Idealfall nicht nur horizontal, sondern auch vertikal durchlässig und weitestgehend transparent gestaltet werden. Auf Wunsch oder organisiert können einzelne Mitglieder des einen Spaces zeitweilig in andere Spaces wandern und dort mitwirken. Oder es können sich Expertenrunden aus Mitgliedern unterschiedlicher Spaces für den Zeitraum der Erforschung und Entwicklung bestimmter Themen und Projekte bilden.

Alle Gruppen aller Zirkel treffen sich idealerweise nicht nur regelmäßig auf ihrer, sondern auf jeder Ebene zum informellen und persönlichen Austausch über das erarbeitete bzw. gelernte Wissen und existente/erworbene Fertigkeiten genauso wie zum Zweck ihrer persönlichen, menschlichen Entwicklung. In den Treffen wird auch entschieden über gemeinsame Themen und Projekte und den Wechsel Einzelner zwischen den Spaces oder in die Themen und Projekte - potenziell unabhängig von den Entscheidungsprozessen der internen Organisation. 


Innerhalb einer solchen Organisation mit den hier gesteckten Möglichkeiten/Zielen kristallisiert sich potenziell eine besondere Funktion heraus: Die des horizontal und vertikal wirkenden, coachenden Growing-Assistant. Growing-Assistants fällt neben ihrer zentralen Aufgabe, das allseitige Wachstum zu begleiten, die weitere wichtige Aufgabe zu, für das Zusammenwachsen, den Zusammenhalt und das geeignete Zusammenwirken der CoGrowing-Spaces zu sorgen. 


Gegebenenfalls können diese Funktion speziell ausgebildete Learning-Elder oder Lehrer/innen wahrnehmen, die die CoGrowing-Spaces in der Umgebung einer o.g. betreuenden Schule/Universität begleiten und gleichzeitig die Brücke zur Schule/Universität bilden.



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