Warum gemeinnützig - unabhängig - übergeordnet?

Aktualisiert: Juni 9


Bildung und insbesondere schulische Bildung ist ein brisantes Thema. Es ist ein Fokus der Politik und dort scharf und kontrovers diskutiert und beäugt - so etwas wie eine heilige Kuh. Zudem ist es für Otto Normalverbraucher nicht gerade leicht, an objektive Informationen zu kommen. Zu groß ist die Vielfalt kaum verifizierbarer Meinungen und alternativer Konzepte.


Selbst für versierte Praktiker wie uns, ist die Lage schwierig. Jeder, der an das Thema Bildung rührt und sich dort "einmischt", setzt sich schnell der Gefahr aus, im besten Fall diffamiert und damit ausgegrenzt zu werden oder als Spinner oder anderes zu gelten. Das beweist sich an einer Vielzahl von großen und kleinen Fällen, sowohl aus den Gesprächen mit den Schulämtern, den Jugendämtern, den Gesundheitsämtern als auch mit der Politik. Offene Gespräche gibt es selten, aber manchmal geschehen tatsächlich kleine Wunder. Unsere Absicht: Wir bleiben am Ball und erzeugen Wunder.

Die nächste Hürde ist "die Presse". Sie ist regelmäßig schnell bei der Hand, wenn es darum geht, etwas zu verreißen. Eine "Leiche" belebt halt das Geschäft. Positives verkauft sich schlechter an die skandalsüchtige Klientel. Da bleibt die Objektivität der Berichterstattung aus wirtschaftlichen Gründen nicht selten auf der Strecke. Ich weiß das aus eigner Erfahrung, vor allem als ehemaliger Vorstandsassistent des Axel Springer Verlages, falls sich jemand fragt, wie ich zu dieser Auffassung gekommen bin. Einmal in diese Negativ-Mühle geraten, kommt man da nicht so schnell und vor allem nicht gut wieder raus. Auch hier unsere Absicht: Wir bleiben am Ball und erzeugen Wunder.

Leider ist es für den Normalbürger oft schwer, zu erkennen, was an der Berichterstattung und den politischen Meinungen, selbst von schulischen Experten, objektiv ist und was nicht, wenn er keine alternativen Informationsmöglichkeiten hat. Wenn "die Presse" also nicht objektiv sein kann - aus absolut nachvollziehbaren Gründen - muss es jemand anderen geben, der es kann. Und wer könnte es besser als eine gemeinnützige Stiftung - unabhängig von anderen und übergeordnet - nur den eigenen Statuten verpflichtet. Das ist der Grund, warum es eine ganze Reihe solcher freien Stiftungen gibt, allen voran AVAAZ, der mit derzeit mehr als 60 Millionen engagierten Mitgliedern größten unabhängigen und einflussreichsten Stiftungen.

Am kritischsten sind jedoch, verständlicherweise, die Eltern. Sie wollen das Beste für Ihre Kinder - ganz natürlich. Und genau dort kommen wir zusammen. Wir wollen ebenso das Beste für unsere Kinder. Denn auch wir alle, die hier das Kernteam und auch den "Lehrkörper" bilden, sind in der Regel Eltern, werdende Eltern oder Menschen, die beruflich mit Lehren zu tun haben oder hatten.

Deswegen beobachten und erforschen wir die Bildungslandschaft in ihrer Entwicklung, bemühen uns um Klarheit, was die einzelnen Lernsysteme anbelangt, und um Entscheidungshilfen zwischen den vielfältigen Angeboten.

Zugleich halten wir uns weitgehend fern von der Definition von INHALTEN der Bildung. Das ist Aufgabe der Politik und der einzelnen Eltern - und vor allem der Kinder selbst. Wir wollen lediglich das LERNEN der gewünschten Inhalte bestmöglich und entsprechend der neuesten Forschung und Entwicklung fördern bzw. innovieren. Und wir wollen die damit betrauten Menschen, insbesondere die Eltern, fit machen für diese vornehme und bedeutende Aufgabe, weil sie damit unsere Zukunft ermöglichen - durch unsere Kinder.

Nur in einem Punkt machen wir uns inhaltlich stark: Nicht (nur) theoretisch und fern vom Leben, sondern mitten im Leben, in unserer Gesellschaft, und für das Leben soll für uns Lernen und Bildung sein, wie es zum Beispiel das Land Norwegen vorlebt. Denn genau aus diesem Grunde hat die Menschheit auf natürliche Weise bis heute überlebt.

Wir stehen auch nicht für Laissez Fair, sondern für lebens- und situationsgerechten sowie empathischen und liebevollen Umgang mit denen, die sich uns anvertrauen - Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene. Da machen wir dann verständlicherweise und augenzwinkernd Ausnahmen aus der von uns gewählten und hier vertretenen Neutralität. Humanität und humanitärer Umgang ist für uns eine Grundvoraussetzung.

Und im Sinne der Möwe Jonathan, wollen wir unseren Beitrag dazu liefern, dass jeder Mensch seinen höchstmöglichen Ausdruck leben kann. Deshalb ist sie unser Symbol und Logo.

Insbesondere streben wir an, dass die Lernsysteme allen Menschen eine Basis für die Realität in unserer Gesellschaft und das gute Überleben in dieser ermöglichen. Bankgeschäfte, Umgang mit den Behörden, genauso wie mit der Natur und den Ressourcen sowie die Vorbereitung auf zwischenmenschliche Begegnungen bis hin zu Liebesbeziehungen und Kinder haben - das sind Beispiele für Basics, die das Leben uns in seinem Verlauf abfordert und die zur Zeit nur stiefmütterlich behandelt werden. Hier braucht es ein deutlich besseres Angebot, wie die Norweger erkannt haben. Wer darauf noch die Erforschung der theoretischen Grundlagen oder jegliche andere Ausdrucksform seines Seins draufsetzen will - bitte gerne.

In diesem Zusammenhang wollen wir auch betonen, dass wir jede Form von lebensfeindlichem Extremismus und sektenartigen Strukturen missbilligen. Wir stellen auch nicht den Staat und seine Institutionen oder unser Gesellschaftssystem infrage. Jeder der solches bei uns sucht, geht hier fehl.

Wir stehen dagegen für Transparenz und Offenheit, sowohl den Menschen gegenüber als auch dem Staat, unserer Staatsform, unserem Rechtsystem, der Presse, schlicht unserem Gesellschaftssystem gegenüber, die ja alle auch Menschen aus unserer Mitte sind - nur zusammenfassend als System benannt! Und so wollen wir mit diesen auch umgehen, menschlich von Mensch zu Mensch wie mit allen anderen Menschen auch.

Insbesondere beziehen wir uns bei unserer Arbeit auf die Artikel 1-7 des Deutschen Grundgesetzes, die allgemeinen Menschenrechte und die inzwischen wenig beachteten dahingehenden Teile der 10 Gebote in ihrer Gänze und Tiefe.

Genau darum stellen wir uns dieser sicher nicht ganz einfachen Aufgabe - gemeinnützig - unabhängig - übergeordnet. Wir sind an keine Schulform und kein Lernsystem gebunden. Wir gehören zu keiner Firma oder Institution und werden davon auch nicht beeinflusst, sondern wir sind eine Initiative einer privaten humanitären und mildtätigen Stiftung. Nur dadurch können wir frei und unbeeinflusst unsere Arbeit für das Gemeinwohl tun.

Wir hoffen, mit unserer Initiative und unserer täglichen Arbeit einen gewinnbringenden Beitrag für alle zu liefern, für die Eltern, für die Politik und ihre Institutionen, für unsere Gesellschaft - und vor allem für unsere Kinder, ohne die es keine Zukunft geben wird.

Und deswegen möchte ich mit einem wichtigen Zitat von Khalil Gibran enden.

"Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht

des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken. Denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen. Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern. Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden. Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit Seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen. Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein; Denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist."

Khalil Gibran, arabischer Dichter, 1883-1931

Voller Hoffnung, Zuversicht und Freude

Chetano, Aurora, Verena, Steffi und Ludger und das ganze Academy.Team

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